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Was Manager vom Sport lernen können

Deutsche Manager haben einen schlechten Ruf: Sie gelten als arrogant, macht- und geldgierig, eitel und selbstherrlich, so die Studie GLOBE (Global Leadership und Organizational Effectiveness). Nationale und internationale Managementforschern beurteilen deutsche Führungskräfte im internationalen Vergleich als aufgabenorientiert, technisch versiert, als „hart in der Sache“, aber auch als wenig inspirierend und häufig mangelhaft in ihrer sozialen Kompetenz.

Ausgerechnet die Eigenschaften, die bei Mitarbeitern vorausgesetzt werden, scheinen in den Führungsetagen als unwichtig zu gelten. Dabei ist gerade die soziale Kompetenz ein zentrales Merkmal von Führungskräften. Personalabteilungen fragen ganz bewusst in Bewerbungsgesprächen nach einer aktiven Freizeitgestaltung der Bewerber. Eine erfolgreiche sportliche Vergangenheit kommt gut an. Leistungssportler mit ausgeprägten Charaktereigenschaften wie Disziplin, Ausdauer, Motivation oder etwa Zielstrebigkeit und Willenskraft stehen ganz oben in der Bewertung. Auf sie ist aufgrund ihrer sportlichen Historie häufig Verlass. Sie wollen den persönlichen Erfolg für sich und das jeweilige Unternehmen und arbeiten wie früher im täglichen Training auch hart für ihr Ziel!

Attribute aus dem Spitzensport lassen sich sehr gut in den Arbeitsalltag transportieren. So kann man kaum besser den Job anhand von Biathlon nachempfinden. Keine andere Sportart vermittelt innerhalb kurzer Zeit den Wechsel von Konzentration und guter Ausdauer so deutlich – Tugenden wie sie täglich von Managern mehrfach gefordert werden.

Inzwischen fühlen sich 90 Prozent der Beschäftigten ihrem Arbeitgeber gar nicht verbunden, was eine aktuelle Erhebung des Gallup-Instituts besagt, in der 1.900 Arbeitnehmer zur Motivation befragt wurden. Schuld daran sei meist das Verhalten der Führungskräfte. Gibt es zwischenmenschliche Probleme in ihrem Team, kann ein Teambiathlon eine einfache und hilfreiche Lösung sein. Unter dem Motto: Einer für alle, alle für einen wächst ein Team hier zusammen, da jeder für den anderen kämpft und sich bei jedem Schusstreffer und Überholmanöver mitfreut!

Etwas mit anderen gemeinsam zu erleben, schafft Kontakte und festigt Bindungen. Kein Medium lässt sich dafür besser nutzen als der Sport mit seinen vielen emotionalen Prozessen.
Beim Fechten wiederum erlernt man Durchsetzungskraft und Entschlossenheit. Wer ein Duell gewinnen will, muss schnell und konzentriert sein. Auch das kennen wir aus unserer täglichen Arbeit. Fechten ist die einzige Sportart, bei der sich zwei „Gegner“ nahe kommen und treffen, ohne dass sich jemand verletzt. Das Gefecht wird im Kopf entschieden, was auf mentale Stärke schließen lässt.
Selbst moderne HR-Abteilungen bedienen sich schon dem Fechtsport. Beim „Assessment-Center auf der Planche“ kann man von Mitarbeitern hervorragend psychologische Profile erstellen. Wie werden Konflikte überstanden, welche Strategie habe ich gewählt, weiche ich meinem Gegenüber mehr aus oder gehe ich weiter nach vorn? All das verrät der Fechtsport.

Als ein weiteres gutes Beispiel dient das Reiten. Die Resonanz an Kommunikationsseminaren mit Pferden ist mittlerweile in Managementkreisen sehr groß. Das Pferd spiegelt sehr genau die eigene Persönlichkeit wider. Man muss schon sehr deutlich in Wort und Körpersprache sein, um seinen Willen und seine Forderung durchzusetzen. Das hilft dem Selbstbewusstsein und sensibilisiert für eine bessere Wahrnehmung gegenüber seinen Mitarbeitern.

Und was hat der erste deutsche Literatur-Nobelpreisträger Paul von Heyse schon Anfang des 20. Jahrhunderts gesagt:

Erdachtes mag zu denken geben, doch nur Erlebtes wird Beleben!

Mehr Informationen unter www.aktiveswohlfuehlen.de.

(Rainer Berger)


 


 

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