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Konjunktur

Was sind Transfergesellschaften?

Transfergesellschaften sollen bei Massenentlassungen Arbeitnehmer vor Arbeitslosigkeit schützen. In diesen ausgegliederten Betriebsteilen können die dort aufgefangenen Arbeitnehmer bislang für 12 Monate weiterqualifiziert und vermittelt werden. Aktuell wird darüber diskutiert, den Zeitraum auf 24 Monate auszuweiten.

Zwischen Januar 2008 und März 2009 hat sich die Zahl der Kurzarbeiter verfünfzehnfacht und die Marke von 1,1 Millionen überschritten, wie das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) berichtet. Dieser rasante Anstieg soll nun gebremst werden, indem Arbeitnehmer vermehrt in Transfergesellschaften überführt werden. Dort werden sie für neue Aufgaben qualifiziert. Im März 2009 waren 12.572 Arbeitnehmer bei einer Transfergesellschaft angestellt. Die Finanzierung teilen sich Arbeitgeber und die Bundesagentur für Arbeit (BA). Die Unternehmen, die ihre Mitarbeiter ausgliedern, übernehmen zum Teil die Kosten für den Overhead – also Räume, Lehrer etc. Die Entlohnung in Form des „Transferkurzarbeitergelds“ in Höhe von 60 Prozent des Nettolohnes entspricht dem Arbeitslosengeld und wird von der BA gestellt.

Das Konzept hat Vor- und Nachteile: Den ehemaligen Angestellten bleibt in einer Transfergesellschaft der Gang in die Arbeitslosigkeit erspart, zumindest vorerst. Allerdings fehlt dadurch einigen auch der Druck, sich rasch nach einer neuen Stelle umzusehen. Außerdem kann es an der Qualität der Ausbildung hapern. Die Vermittlungsquoten schwanken je nach Befähigung der Manager und Struktur der Transfergesellschaft zwischen 2 Prozent und 70 Prozent.

(Redaktion)


 


 

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