Siemens
Weitere Strafbefehle im Schmiergeld-Skandal
Mittelfranken. Nach Aussage der Münchener Staatsanwaltschaft sind im Schmiergeld-Skandal des Tehnologiekonzerns Siemens gegen fünf weitere Beschuldigte Strafbefehle erlassen worden. Insgesamt hatte die Affäre Siemens mindestens 2,5 Milliarden Euro gekostet.
Neben Freiheitsstrafen auf Bewährung wurden auch Geldstrafen zwischen 10.000 und 290.000 Euro verhängt, verkündete Oberstaatsanwalt Anton Winkler gegenüber der „Süddeutschen Zeitung" (SZ) am vergangenen Wochenende. Bei eingen ehemaligen Mitarbeitern wurden die Verfahren wegen geringer Schuld gegen Zahlungen zwischen 12.000 und 30.000 Euro eingestellt, berichtet die SZ weiter. Gegen 40 Beschuldigte seien die Ermittlungen eingestellt worden, da die mutmaßlichen Taten bereits verjährt, nicht nachweisbar oder aufgrund Unschuldigkeit nicht mehr zu verfolgen seien, erklärte Winkler.
Auch gegen die beiden ehemaligen Konzern-Chefs Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld laufen derzeit noch Ordnungswidrigkeitsverfahren, beide bestreiten jedoch jede Mitschuld. Die gesamte Affäre kostete den Konzern inklusive einer Kartellstrafe und den Beraterkosten mindestens 2,5 Milliarden Euro.
Laut SZ sollen nur die Manager und Angestellten vor Gericht gebracht werden, die damals wesentlich zum Schmiergeld-Skandal beigetragen hatten. Der größte Teil der Beschuldigten aus dem unteren und mittleren Konzernbereich soll mit Geld- und Bewährungsstrafen davonkommen.
(Redaktion)
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