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Winterblues

Die dunkle Jahreszeit sorgt für anhaltende Stimmungstiefs

Morgens im Dunkeln aus dem Haus gehen, abends im Dunkeln zurückkommen, dazwischen grautrübes Wetter – das schlägt fast jedem vierten Deutschen (23 Prozent) im Herbst und Winter aufs Gemüt. Wenn das Stimmungstief länger anhält, hat einen nicht nur der Winter kalt erwischt, sondern auch der „Winterblues“.

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat über das Meinungsforschungsinstitut Forsa im September 2013 bevölkerungsrepräsentativ 1.000 Erwachsene in Deutschland zur Stresslage der Nation befragt. Demnach gibt es neben den vielen Winterblues-Betroffenen auch Menschen, die ganz gegenteilig der dunklen Jahreszeit etwas Gutes abgewinnen können. Das trifft auf knapp jeden Zehnten zu. Laternenumzüge, Adventszeit und Plätzchenbacken ‒ es sind vor allem Eltern, die diese jahreszeitlichen Besonderheiten zu schätzen wissen. Von ihnen sagt jeder Sechste sogar, dass er sich im Herbst und Winter besonders wohl fühlt. Außerdem sagt knapp die Hälfte aller Deutschen, dass ihre Stimmung nur wenig von der Jahreszeit oder dem Wetter abhängt. Hier zeigen sich jedoch deutliche Geschlechterunterschiede.

Vom Winterblues besonders betroffen sind Frauen

Jeder dritten Frau macht der Winterblues zu schaffen, unter den Männern trifft das nur auf jeden Sechste zu. Und die Studie zeigt auch: Wer auf dem Land lebt, leidet in der grauen Jahreszeit mehr als ein Großstädter. Sind die Menschen zudem im Stress, werden sie dünnhäutiger und auch anfälliger für den Winterblues. So sagt jeder Fünfte, dass die dunkle Jahreszeit ihm dann auf die Stimmung schlägt, wenn er ohnehin schon gestresst ist.

Lichtmangel löst die triste Stimmung aus

Verantwortlich für die trübe Stimmungslage ist vor allem der Lichtmangel. Zum einen produziert der Körper dadurch vermehrt das müde machende Schlafhormon Melatonin. Zum anderen werden weniger Serotonin und Endorphine ausgeschüttet. Und diese Botenstoffe haben eine gewichtigen Einfluss: Sie wirken stimmungsaufhellend auf die Menschen. Wenn sie fehlen, fühlen sich die Betroffenen häufig antriebslos, so die TK.

„Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte man möglichst oft und unabhängig vom Wetter an die frische Luft gehen“, empfiehlt York Scheller von der TK. „Selbst wenn Wolken am Himmel sind, lohnt sich der Schritt vor die Haustür, um das Licht über die Netzhaut im Auge aufzunehmen.“ Denn erst dadurch wird die Hormonproduktion angekurbelt. Aus diesem Grund helfen auch Solarien nicht weiter, da dieses Licht für die Augen eher schädlich ist. Wenn man dann noch ein wenig auf seine Ernährung achtet, ist man schon gut gerüstet. Hier hilft es, insbesondere auf eine magnesiumreiche Kost zu achten. Gute Mineralstoff-Lieferanten hierfür sind beispielsweise grünes Gemüse wie Mangold, Spinat oder Feldsalat sowie Trockenfrüchte, Bananen, Reis, Sonnenblumenkerne und sogar Mandeln. Denn Magnesium hilft dem vegetativen Nervensystem und gilt als Schutzfaktor gegen Stress, informiert die T.

(Redaktion)


 


 

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