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Wirtschaft in Nürnberg

Wirtschaft in Nürnberg: Von der ersten Eisenbahn zum europäischen Logistikstandort

International als Bratwurst- und Lebkuchenstadt berühmt, ist Nürnberg einer der zehn großen Wirtschaftsräume Deutschlands. 1,8 Millionen Erwerbstätige in der Region erwirtschaften ein regionales Bruttoinlandsprodukt von 105 Milliarden Euro. Ein internationaler Flughafen sowie die Lage Nürnbergs am Schnittpunkt wichtiger Autobahnen, sowie am Bahn-Knotenpunkt von ICE- und internationalen Fernverkehrszügen machen die Stadt zu einer der wichtigsten Verkehrsdrehscheiben für die deutsche Wirtschaft.

Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt Nürnberg zu einem von Bayerns Zentren für Industrie und Wirtschaft. Große technologische Leistungen dieser Epoche sind mit Nürnberg verbunden, so zum Beispiel die erste Eisenbahn in Deutschland, die im Jahr 1835 zwischen Nürnberg und Fürth mit einer Länge von rund sechs Kilometern fuhr. Bald folgten weitere Eisenbahnstrecken – eine Fülle neuer Firmen begründeten daraufhin den guten Ruf des Wirtschaftsstandortes Nürnberg. Dazu gehört etwa die 1841 gegründete Maschinenfabrik von Theodor von Cramer-Klett, die später unter dem Namen MAN bekannt wurde und die Elektrofirma von Johann Sigmund Schuckert, aus der später der Siemens-Konzern hervorging.

Nachdem die Wirtschaft der Stadt Nürnberg im zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört worden war, machte sich danach bald wieder Unternehmergeist breit – Nürnberger Unternehmen wie Siemens, Schöller, MAN, Grundig oder Triumph-Adler trugen maßgeblich zum Boom der deutschen Wirtschaft nach dem Krieg bei. Weitere Bedeutung erlangte die Wirtschaft Nürnbergs durch die seit 1950 stattfindende Spielwarenmesse, die heute im Messezentrum der Stadt stattfindet. Durch den Flughafen und den Hafen am Rhein-Main-Donau-Kanal ist Nürnberg an den internationalen Verkehr ideal angebunden, in der Stadt selbst wurde ab 1967 mit der Nürnberger U-Bahn eine zeitgemäße Nahverkehrsverbindung ins Leben gerufen – der Nahverkehrsverbund VGN ist inzwischen der drittgrößte in Deutschland.

Heute verfügt Nürnberg vor allem in den Bereichen Information und Kommunikation, Energie und Leistungselektronik, Medizintechnik, sowie Verkehr und Logistik über wirtschaftliche Standortkompetenzen, die sich längst mit der europäischen Spitzenklasse messen können. Noch vor Hamburg ist Nürnberg der bedeutendste Druckstandort Deutschlands. Darüber hinaus weiß die Stadt im Bereich Marktforschung zu überzeugen – schließlich befindet sich hier der Sitz der renommierten Gesellschaft für Konsumforschung. Inzwischen arbeitet in Nürnberg jeder dritte Marktforscher Deutschlands.


(Redaktion)


 


 

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