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Wirtschaft Mittelfranken

Mittelfränkische Wirtschaft startet mit viel Schwung

Gute Lagewerte und positive Aussichten sorgen für einen dynamischen Jahresauftakt. Die mittelfränkische Wirtschaft hat in den Wintermonaten deutlich Fahrt aufgenommen. Die gute Grundstimmung des ausgehenden Jahres 2013 bestätigt sich in der positiven Einschätzung der Geschäftslage der Unternehmen zu Beginn des Jahres 2014.

Neun von zehn Unternehmen in Mittelfranken sind mit ihren Geschäften zufrieden, vier von zehn berichten sogar von einer Verbesserung gegenüber dem Herbst. Vor allem die Ertragslage der Betriebe hat sich in den zurückliegenden Monaten positiv entwickelt, aber auch die konstant hohe Auslastung der Produktionskapazitäten begründet den Optimismus der Wirtschaft. Zu dem recht stabilen Inlandsgeschäft kommen derzeit gestiegene Erwartungen an das Auslandsgeschäft. Der Blick in die Zukunft ist entsprechend positiv, wie lange nicht. Der IHK-Konjunkturklimaindex steigt von 121,9 auf 125,6 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit zwei Jahren.

Die heimische Wirtschaft startet schwungvoll ins neue Jahr, so das zentrale Ergebnis der IHK Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2014. Sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung im kommenden Jahr haben sich gegenüber der letzten Befragung nochmals verbessert. Das Stimmungsbarometer der mittelfränkischen Wirtschaft steigt damit zum dritten Mal in Folge. Eine anhaltend dynamische Entwicklung bei Industrie und Bauwirtschaft sowie ein deutliches Plus beim Handel sorgen für beste Aussichten für die Wirtschaftslage in Mittelfranken. Begleitet wird der Optimismus von soliden Investitionsplänen und einer positiven Einstellungsbereitschaft der Betriebe. Alles in allem gute Anzeichen für eine konjunkturelle Aufwärtsbewegung im noch jungen Jahr 2014.

Lage der Unternehmen weiterhin positiv

Die gute Geschäftslage der mittelfränkischen Wirtschaft hat sich seit Herbst nochmals verbessert: 42 Prozent „gut“-Urteilen stehen 9 Prozent „schlecht“-Stimmen gegenüber. Grund für die gute Bewertung durch die regionale Wirtschaft sind gestiegene Umsätze und eine gute Auslastung der Betriebe. Hinzu kommen gestiegene Exporterwartungen, die insbesondere dem klaren Stimmungsaufschwung bei den europäischen Kunden geschuldet ist. Nicht neu, aber weiterhin positiv für die mittelfränkische Wirtschaft: Das Konsumklima und der Arbeitsmarkt sind auf einem äußerst erfreulichen Niveau stabil.

Gute Aussichten für 2014

Zum Jahresbeginn blicken die mittelfränkischen Betriebe mit großer Zuversicht auf die kommenden Monate. Ein Drittel der Unternehmen geht davon aus, dass sich die gute Geschäftslage noch weiter verbessern wird. Rund 60 Prozent sehen die Lage in den kommenden Monaten unverändert – also gut. Damit klettert der Saldo der Geschäftserwartungen um +5 Punkte auf +19 Punkte an. Derart zuversichtlich waren die heimischen Betriebe seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.

Entwicklungen der Branchen

Die regionalen Industriebetriebe sind mehrheitlich recht zufrieden mit den aktuellen Geschäften. Jeder dritte Industriebetrieb berichtet von einer verbesserten Geschäftslage, bei weiteren 47 Prozent ist die Lage unverändert gut. Insgesamt steigt der Lagesaldo gegenüber dem Frühjahr um +3 Punkte auf +20 Punkte an. Und auch die Erwartungen der Industriebetriebe bezüglich des Geschäftsverlaufs in den kommenden Monaten sind weiterhin positiv: 60 Prozent der Betriebe rechnen mit einem stabilen Geschäftsverlauf und jedes dritte Industrieunternehmen erwartet eine steigende Geschäftsdynamik in naher Zukunft. Mit rückläufigen Geschäften rechnen weniger als 8 Prozent der Industrieunternehmen. Der Saldo der Geschäftserwartungen bleibt mit +23 auf hohem Niveau stabil. Neben positiven Entwicklungen bei Ertragslage und Kapazitätsauslastung, freuen sich die mittelfränkischen Industriebetriebe besonders auf die Belebung des Exportgeschäftes im europäischen Raum.

Das Baugewerbe ist nach wie vor höchst zufrieden mit den aktuellen Geschäften: Mehr als die Hälfte der mittelfränkischen Bauunternehmen berichtet von guten Geschäften, eine Verschlechterung über den Jahreswechsel hinweg meldet kein einziges Unternehmen. Der milde Winter hat dazu beigetragen, dass die Bauwirtschaft dem saisonalen Geschäftsrückgang entgehen und den Aufwärtstrend fortsetzen konnte. Der Saldo der Geschäftslage steigt trotz des kalendarischen Winters um weitere 6 Punkte auf +56 Punkte. Als Zugpferd erweist sich neben dem Wohnungsbau besonders der Wirtschaftsbau. Die im Herbst noch eher zurückhaltenden Erwartungen der Baubetriebe steigen deutlich an und lassen mit einem Saldo von +6 auf ein belebtes Frühjahr schließen.

Die gute Stimmung im Handel steigt noch einmal deutlich an: Im Saldo bewerten die Handelsbetriebe die aktuelle Wirtschaftslage mehrheitlich gut, der Wert steigt um 7 Punkte auf +33 und damit auf den höchsten Stand seit zwei Jahren. Dabei sind es besonders die Großhändler (Saldo: +48) und die Handelsvertreter (Saldo: +56), die deutlich zugelegt haben: Mehr als die Hälfte der Betriebe berichten von einer Verbesserung der Geschäfte gegenüber dem Herbst. Die mittelfränkischen Einzelhandelsbetriebe können diese Euphorie nicht teilen, hier ist die Stimmung etwas eingetrübt. Mit einem Saldo von +16 wird die Geschäftslage zwar gut beurteilt, aber deutlich schlechter, als es Lage und Erwartungen im Herbst erwarten ließen. Ähnlich gelagert sind die Erwartungen: Beim Großhandel steigt der Optimismus bezüglich der Geschäftserwartungen deutlich an, der Einzelhandel gibt sich hier eher verhalten.

Die bereits gute Geschäftslage bei den mittelfränkischen Dienstleistungsbetrieben hat sich gegenüber dem Herbst nochmals deutlich aufgehellt. Rund 40 Prozent der unternehmensnahen Dienstleister berichten von einer Verbesserung der Geschäfte, eine gegenteilige Entwicklung melden weniger als 7 Prozent der Unternehmen. Damit klettert der Saldo der Geschäftslage um +4 Punkte auf positive +33 Punkte an. Für die Aufhellung in der Branche sorgen allen voran die Betriebe aus der Informations- und Kommunikationswirtschaft, hier sind aktuell nur positive Stimmen zu vernehmen. Was die Erwartungen angeht, gehen die Dienstleister im Saldo von konstanten Bedingungen aus. Der Saldo verharrt auf dem Niveau vom Herbst bei einem positiven Stand von +14 Punkten.

Die Stimmung bei den Betrieben der verbrauchernahen Dienstleistungen war im vergangenen Herbst auf Rekordniveau, und noch immer berichten über 40 Prozent der Betriebe von einer Verbesserung der Geschäftslage. Dennoch: Im Saldo sinkt die Lagebeurteilung um 12 Punkte auf noch immer höchst positive +44 Punkte. Am wenigsten zufrieden zeigen sich die Betriebe aus dem Reisegewerbe (Saldo: +25), recht positiv die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft sowie aus dem Vermittlungs- und Versicherungswesen. Die Dienstleister bleiben auch für die kommenden Monate überwiegend optimistisch (Saldo +11), insgesamt schrauben sie ihre Erwartungen aber um 4 Punkte zurück.

Unternehmen wollen weiter investieren und einstellen

Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen ist etwas zurückgegangen, aber weiterhin erfreulich positiv. Ein Drittel der Betriebe möchte die Investitionen in den kommenden Monaten weiter ausweiten und rund die Hälfte plant, das bisherige Investitionsniveau beizubehalten. Im Saldo sinken die Investitionspläne der mittelfränkischen Wirtschaft um 6 Punkte auf einen anhaltend guten Wert von +17 Punkten. Die Investitionsabsichten sind in erster Linie mit dem Rationalisierungsmotiv und Ersatzbedarfen begründet, aber auch Produktinnovationen spielen zunehmend eine Rolle als Investitionsmotiv.

Der Arbeitsmarkt wird sich auch in 2014 positiv entwickeln, die Unternehmen planen weitere Einstellungen: 16 Prozent der Unternehmen denken aktuell darüber nach, den Personalbestand aufzustocken – deutlich weniger Betriebe wollen Stellen abbauen (9 Prozent). Eine Mehrheit von 75 Prozent der mittelfränkischen Unternehmen will ihre Mitarbeiterzahl unverändert beibehalten. Damit ergibt sich im Saldo ein positiver Wert von +7 Punkten.

Ausblick

Die Umfragewerte signalisieren für die kommenden Monaten eine positive konjunkturelle Entwicklung. Bei den aktuell erhobenen Daten für Industrie, Handel und Dienstleitung in Mittelfranken zeigen alle Konjunkturindikatoren nach oben. Einige Entwicklungen begleiten uns seit längerem: Das gute Konsumklima verharrt auf hohem Niveau, die Anschaffungsneigung der Konsumenten ist weiterhin hoch, das niedrige Zinsniveau fördert die Kaufbereitschaft der Verbraucher. Neben der außerordentlich guten Inlandsnachfrage mehren sich nun auch die Anzeichen aus dem Ausland, dass die konjunkturelle Dynamik zunimmt. Insbesondere die Aufhellung der Wirtschaftlage in der Eurozone führt zu Entspannung und darüber hinaus zu Optimismus bei den Exporterwartungen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet beim Exportumsatz für 2014 mit einem Plus von mehr als vier Prozent im Vergleich zu 2013. Diese positive Erwartung spiegelt sich auch in den BIP-Prognosen für Deutschland 2014 wider, die zwischen 1,5 und 2,0 Prozent liegen.

(Redaktion)


 


 

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