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Verschärfung der Nachweispflicht für Lieferungen in EU-Länder

Seit dem Jahreswechsel gibt es für Unternehmen strengere Nachweispflichten für Lieferungen ins EU-Ausland. Unter Umständen droht sogar der Verlust der Steuerfreiheit bei nicht korrektem Nachweis über die Ankunft der Waren am Bestimmungsort.

Die Nachweispflichten verschärfen sich für Unternehmen für Lieferungen ins EU-Ausland, worauf die Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Vinken-Görtz-Lange und Partner aus Duisburg hinweist. Demnach versagt das Finanzamt Firmen unter Umständen die Steuerfreiheit, wenn sie nicht korrekt nachweisen, dass die gelieferten Waren tatsächlich an ihrem Bestimmungsort angekommen sind.

Empfangsbescheinigung der Post genügt nicht mehr

Eigentlich sind Unternehmen von der Umsatzsteuer befreit, wenn sie Waren ins EU-Ausland liefern. Bislang reichte als Nachweis zum Beispiel bei Postsendungen eine Empfangsbescheinigung des Postdienstleisters über die Entgegennahme der Sendung nebst Zahlungsnachweis. Ab 2014 fordert der Gesetzgeber in vielen Fällen eine so genannte Gelangensbestätigung als Nachweis. Diese muss vom Warenempfänger im Ausland ausgefüllt und an den Lieferanten in Deutschland zurückgesandt werden. In einigen Fällen sind aber auch die bislang bestehenden Nachweise weiterhin gültig.

Bescheinigung durch den Empfänger erforderlich

Besonderer Handlungsbedarf besteht, wenn der Abnehmer oder Lieferant die Ware selbst über die Grenze befördert. Während zurzeit noch eine Unterschrift bei der Abholung als Nachweis genügt, muss ab 2014 die Ankunft der Ware im EU-Ausland durch den Empfänger bescheinigt werden. Eine Alternative zur Gelangensbestätigung gibt es in diesem Fall nicht. Um vom Finanzamt anerkannt zu werden, muss eine Gelangensbestätigung gewisse Informationen enthalten. Dazu zählen: Name und Anschrift des Abnehmers, Menge und Bezeichnung der Ware, Angabe von Ort und Monat des Erhalts der Lieferung oder den Ort und Monat der erfolgten Beförderung, Ausstellungsdatum des Nachweisdokuments sowie Unterschrift des Abnehmers.

CMR-Frachtbriefe und Spediteurbescheinigung anerkannt

Leichter zu erbringen ist die Nachweispflicht bei weiteren gängigen Versandwegen. Hier muss nicht zwingend eine Gelangensbestätigung verwendet werden, auch andere Nachweise werden vom Fiskus anerkannt. Das sind zum Beispiel CMR-Frachtbriefe mit Unterschriften des Empfängers und des Absenders oder eine Spediteurbescheinigung, die Monat und Ort der Übergabe enthält.

(Redaktion)


 


 

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