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Wirtschaftskrise versetzt Unternehmen in „strategische Schockstarre“

Mehr als die Hälfte aller Unternehmens-Insolvenzen ist auf falsche Strategie- und Investitionsentscheidungen zurückzuführen. Daneben zählen unausgewogene Kostenstrukturen (39 Prozent), mangelnde Liquidität (38 Prozent) sowie verspätete beziehungsweise eine nicht ausreichend konsequente Reaktion des Managements auf die Krise (34 Prozent) zu den häufigsten Ursachen für die Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Top-Managementberatung A.T. Kearney hervor, für die europaweit mehr als 1.200 Insolvenzfälle untersucht wurden.

„Trotz einiger positiven Signale ist ein Ende der Wirtschaftskrise noch nicht abzusehen. Doch die meisten Unternehmen besitzen noch Handlungsspielraum und müssen sich nicht auf kurzfristige Reaktionen beschränken. Früher oder später ist von einem Wiederbeleben der Nachfrage auszugehen. Entsprechend sollten Unternehmen in der aktuellen Situation kurzfristige Maßnahmen zur Unternehmenssicherung umsetzen und sich gleichzeitig auch strategisch auf die Zeit nach der Krise ausrichten“, bringt Dr. Jürgen Rothenbücher, Leiter der Strategie-Practice von A.T. Kearney das Ergebnis der Studie auf den Punkt.

Obwohl die Krisen-Ursache meist auf strategischer Ebene zu finden ist, reagieren Unternehmen vor allem mit kurzfristigen, rein operativen Maßnahmen: Maßnahmen der Liquiditätssicherung sind mit 62 Prozent das am häufigsten eingesetzte Mittel bei drohender Zahlungsunfähigkeit . 46 Prozent der Unternehmen setzen auf kooperative Lösungen mit Kunden und Lieferanten, während 42 Prozent Kostensenkungsprogramme durchführen und 34 Prozent Fremd- und Eigenkapitalmaßnahmen ergreifen. Änderungen der strategischen Ausrichtung werden lediglich in 33 Prozent der Fälle vorgenommen.

(Redaktion)


 


 

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