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Wulff warnt Schaeffler

Nach der schnellen Einigung zwischen Porsche und Volkswagen hat Niedersachsens Ministerpräsident nun mehr Zeit, sich um ein weiteres Dax-Unternehmen aus seinem Bundesland zu kümmern. Sogleich nutzte er die Chance und sandte eine Warnung an den Continental-Mehrheitseigner Schaeffler in Herzogenaurach: "Wir erwarten natürlich, dass der Conti-Vorstand Conti-Interessen vertritt und nicht in erster Linie die eines noch so großen Aktionärs", sagte er am Donnerstag im Radio.

Die Auseinandersetzung zwischen Continental und Schaeffler kam am vergangenen Mittwoch vorerst zur Ruhe. Der Conti- Aufsichtsrat bestellte mit sofortiger Wirkung den Schaeffler-Manager Elmar Degenhart zum neuen Vorstandsvorsitzenden. Der Chef der Schaeffler-Automobilsparte folgt damit auf Karl-Thomas Neumann, der in den vorangegangenen Wochen immer wieder für neue Provokationen gesorgt hatte.

Unterdessen begrüsste die IG Metall die schnelle Einigung der ehemaligen Kontrahenten: "Damit ist der Weg frei für die längst überfällige Lösung der Probleme", kommentierte Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter und Aufsichtsratsmitglied der Continental AG. Er wies darauf hin, dass ohne die mäßigende Mitwirkung der Arbeitnehmerseite innerhalb der paritätischen betrieblichen Mitbestimmung die Situation schon viel früher und schärfer hätte eskalieren können. 

Schaeffler hatte vor wenigen Wochen versucht, Neumann aus dem Amt zu heben, doch die Gewerkschaftsseite hatte sich gegen das von der Presse als "Putschversuch" bezeichnete Vorgehen der Franken gesperrt. Erst der Rückzug von Schaeffler-Manager Rolf Koerfer an der Spitze des Aufsichtsrats machte den Weg zur Zustimmung der IG Metall frei.

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von SchaefflerMitarbeite
16.08.09 23:29 Uhr
Mitbestimmung nur da wo die Presse hinsieht?

Sehr geehrte Familie Schaeffler, herzlichen Glückwunsch zur Beilegung der Continental Streitigkeiten. Schaeffler und Continental Mitarbeiter hoffen auf eine schnelle und kosteneffizientere Zusammenarbeit zwischen den Konzernen. Wir sind zur Umsetzung der Intergration bereit.
Sicher wird die nächste Zeit nicht einfach, die Belegschaften werden aber durch Lohnverzicht, Kurzarbeit und Stellenabbau ihren Teil zum gelingen des Unterfangens beitragen. Die von Ihnen zugesagte Mitbestimmung bedeutet aber auch, daß Sie ihren Verhandlungspartner, die IG Metall, seine Arbeit tun lassen und sie bei ihrer Arbeit nicht behindert wird - dies ist wohl in Ihrem Unternehmen, der Firma LuK in Bühl immer noch der Fall. Hier wird aktiv verhindert, daß sich die Arbeitnehmer in Deutschlands größter Interessengemeinschaft zur Vertretung ihrer Rechte organisieren. Viele dort fragen sich: Wird die Mitbestimmung nur dort umgesetzt wo die Presse hinsieht? In Ihrer finaziellen Lage werden Sie auf Staats- oder Landeshilfe angewiesen sein - wir versprechen Ihnen: Wenn sich in Bühl nichts ändert werden viele Arbeitnehmer dort dafür sorgen, daß die Misstände bekannt werden.

 

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