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Apple beseitigt nicht-jugendfreie Wörter in iTunes

In seinem Musikdienst iTunes fängt Apple an, nachträglich Lieder zu zensieren. Ziel ist es, nicht-jugendfreie Wörter durch Pieptöne zu ersetzen. Die Änderungen werden an bereits gekaufter Musik vorgenommen.

Die Moralvorstellungen in den USA sind strenger als in Europa. Umso verwunderlicher ist es, dass Apple die Moral auch international durchsetzen will. Dass es zur Musikzensur kommt, ist keine Neuheit. Bereits im Februar 2012 tauchten die ersten Bericht über den Eingriff Apples in den Inhalt der iTunes-Bibliothek auf. Manager Eddy Cue versprach einem Nutzer per E-Mail Besserung, in den letzten zehn Monaten hat sich aber nichts getan.

Gefahr droht nur bei Nutzung von Cloud-Service iTunes Match

Apple hat lediglich bei dem Cloud-Dienst iTunes Match Zugriff auf die Bibliothek des Nutzers. Dieser Dienst ermöglicht es dem Nutzer, auf allen seinen Apple-Geräten drahtlos auf seine Musiksammlung zuzugreifen. Möglich wird das über die Cloudanbindung. In diesem Fall ersetzt es bereits gekaufte Musik durch einen Titel, in dem beispielsweise Worte wie „Motherfucker“ durch einen Piepton getilgt wurden.

Von der Zensur sind aber nicht nur HipHop-Bands betroffen, sondern auch deutsche Musiker. Die Kölschrockband BAP hat den Titel „Arsch huh, Zäng ussenander“ (Arsch hoch und Zähne auseinander) aufgenommen um gegen rechte Gewalt zu demonstrieren. Apple zensiert auch diesen Song und streicht „Arsch“. Ähnlich geht übrigens auch der Musikstreaming-Dienst Spotify vor.

(Florian Weis)


 


 

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