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Zuwanderungsdebatte

DGB und Wirtschaft: Schreckt die Einwanderer nicht ab!

Die Debatte um sogenannte „Armutszuwanderung“ in der Politik verärgert Vertreter aus Gewerkschaften und Unternehmen. Sie haben Angst, dass die dringend benötigten Fachkräfte sich von der politischen Schlammschlacht abschrecken lassen.

Neue Studie zeigt: Zuwanderer sind hoch qualifiziert und bringen Geld

Am Montag veröffentlichte das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) eine Studie. Demnach haben Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien im Schnitt einen höheren Ausbildungsabschluss als die Bevölkerung in Deutschland. 25 % besaßen einen Studienabschluss, in Deutschland sind es nur 19 %. Zudem liegt auch der Anteil der Hochschulabsolventen in sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) mit 8 % höher als bei Deutschen. Gerade in diesen Bereichen werden dringend Fachkräfte gesucht, denn demografiebedingt wird sich in Deutschland die Zahl der Fachkräfte bis zum Jahr 2030 um 2,4 Mio. senken. Von Zuwanderern profitierten Wirtschaft und Sozialstaat.

Undifferenzierte Debatte sendet falsche Signale an Zuwanderer

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer und DGB-Chef Michael Sommer richteten kurz vor der Klausurtagung der Großen Koalition in Meseberg einen Appell an die Verantwortlichen in der Politik. Sie verlangen eine „differenzierte und den Realitäten angemessene Debatte“, denn durch „übertriebene Befürchtungen über massenhafte Zuwanderung in die Sozialsysteme“ kann man ausländischen Fachkräften nicht zeigen, „dass sie in Deutschland willkommen sind und dringend benötigt werden“. Die Debatte schadet in den Augen des IW-Chefs nur der Sache und werde mit „erkennbar politischem Kalkül“ geführt.

(Florian Weis)


 


 

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