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Zypern Hilfspaket

Ungewissheit um EU-Hilfspaket für Zypern belastet Land und Börsen

Das Parlament in Nikosia muss aktuell über das Hilfspaket für die Inselrepublik Zypern abstimmen. Weiterhin strittig ist die geplante und bereits stark diskutierte Zwangsabgabe der zyprischen Bürger. Auch an den Börsen sorgt das Hilfspaket für Unruhe und fallende Kurse.

In einer einberufenen Notsitzung stimmten Politiker und Abgeordnete in Nikosia über das geplante Zypern-Rettungspaket ab. Trotz ausgefallener Nachtruhe ist bisher noch keine Entscheidung getroffen. Grundsätzlich einigte sich Zypern mit EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) auf ein Hilfspaket in Höhe von 10 Milliarden Euro. Eine endgültige Zustimmung der Parlamente steht aber weiterhin aus.

Kontoinhaber sollen Zwangsabgabe zahlen

Umstritten ist auch die Zwangsabgabe für zyprische Kontoinhaber. Mit 6,75 Prozent ihres Vermögens sollen die Kontoinhaber des Landes am Hilfspaket beteiligt werden. Wer mehr als 100.000 Euro besitzt, soll noch tiefer in die Tasche greifen und 9,9 Prozent abgeben. Am vergangenen Wochenende erfolgte ein Run auf Zyperns Banken mit dem Anleger versuchten, Geld abzuheben. Die Geldinstitute wurden daraufhin geschlossen. Banken sollen voraussichtlich noch bis zum endgültigen Entscheid des Hilfspakets für Kontoinhaber geschlossen bleiben. In Folge der Zwangsabgabe wird befürchtet, dass Sparer sich verunsichern lassen und ihre Einlagen nicht mehr sicher währen.

Zypern-Paket belastet die Börsen weltweit

Investoren trennten sich am Montag von Aktien, um in als sicher geltende Anlagen zu investieren. Die Börsen reagierten auf die Lage in Zypern mit einem Kurssturz. Der Dax rutsche an der Börse in Frankfurt um 1,7 Prozent auf 7904 Punkte ab. Auch asiatische Aktienmärkte müssen Verluste verzeichnen. Der japanische Nikkei-Index erreichte seinen stärksten Kursrückgang seit den vergangenen 10 Monaten und gab 2,7 Prozent nach.

(Christian Weis)


 


 

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