Sie sind hier: Startseite Aktuell News
Weitere Artikel
  • 14.12.2016, 09:46 Uhr
  • |
  • Deutschland
Modernisierung

Die Revolution des Krankenhauses – Vernetzung immer wichtiger

Eine stetig älter werdende Gesellschaft und der damit einhergehende steigende medizinische Bedarf machen eine regelmäßige Modernisierung von Krankenhäusern immer wichtiger. Dabei spielen vor allem die stärkere interdisziplinäre Vernetzung von Ärzten und der Ausbau der IT-Infrastruktur eine Rolle.

Telematik wird stetig ausgebaut

Mit der älter werdenden Bevölkerung steigt auch die Auslastung in den Krankenhäusern. Folglich wird es immer wichtiger, dass wenige Ärzte sich effizient um viele Patienten kümmern können. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Telematik. Mit dieser Technologie können die Ärzte per Videoübertragung an der Diagnostik und Therapie von Patienten in anderen Krankenhäusern mitarbeiten. Daten, die für die Behandlung wichtig sind, können dabei ganz einfach digital ausgetauscht werden. Technische Lösungen für diese Anforderungen bietet beispielsweise die SCape GmbH um die beiden Geschäftsführer Dennis Kogan und Björn von Siemens.

Bereits seit 1991 entwickelt das Unternehmen IT-Lösungen, mit denen Krankenhäuser auf der ganzen Welt besser vernetzt werden können. Eine große Rolle spielt hierbei das „Internet of Things“, mit dem es möglich ist, Geräte auch über mehrere Krankenhäuser hinweg zu vernetzen, Daten auszuwerten und sich auszutauschen.

Smarte Infrastrukturen nehmen an Bedeutung zu

Eine smarte Infrastruktur wird für Krankenhäuser immer wichtiger. Damit lassen sich beispielsweise Patientendaten überall im Krankenhaus über mobile Endgeräte abrufen. Außerdem kann der administrative Aufwand in Krankenhäusern durch intelligente Systeme deutlich reduziert werden. Dadurch stehen Ressourcen wiederum genau au der Stelle zur Verfügung, wo sie auch tatsächlich gebraucht werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang natürlich, dass alle Daten vor Cyber-Attacken geschützt sind. Gerade in diesem Bereich spielt IT-Sicherheit also eine besonders wichtige Rolle.

Moderne Medizin braucht vor allem Fläche

Doch nicht nur in puncto IT müssen moderne Krankenhäuser aufrüsten. Auch der verfügbare Platz muss langfristig aufgestockt werden. Das ist vor allem in Hinblick auf die steigenden technischen Anforderungen wichtig. Ein gutes Beispiel sind hier die in vielen Bereichen der Medizin eingesetzten CTs. Nicht nur, dass die Geräte an sich sehr groß sind, sie benötigen auch eigene abgeschirmte Bedienräume, Wartezimmer, Räume für Technik und vieles mehr. Das macht es für immer mehr Kliniken notwendig umzubauen und mehr Platz zu schaffen. Hier ist beispielsweise das Klinikum Großhadern zu nennen, das abgerissen werden musste, um in einem neuen Gebäude Platz für moderne Geräte zu schaffen.

Auf der anderen Seite müssen auch an anderen Stellen Umbauten vorgenommen werden. So werden beispielsweise aufgrund der immer besser werdenden Therapiemaßnahmen, aber auch aufgrund der Kosteneinsparungen der Kassen auch die Aufenthalte der Patienten in den Kliniken immer kürzer. Das bedeutet wiederum, dass deutlich weniger Flächen benötigt werden. In Einrichtungen wie dem Klinikum Großhadern wurde die für die Betten bereitgestellten Flächen beispielsweise von 270.000 auf 240.000 abgesenkt. Die Anzahl der Betten im gesamten Gebiet sinkt von 2.200 auf 2.000.

Ärzte arbeiten vernetzter

Auch bei der Behandlungen der Patienten gibt es große Veränderungen. So arbeiten Ärzte vor allem im Bereich der Tumorbehandlung immer mehr zusammen. Während es früher von der ersten Anlaufstelle des Patienten abhing, wie er behandelt wurde, beraten sich Ärzte verschiedener Fachrichtungen jetzt deutlich umfassender, ehe sie eine geeignete Therapie wählen. Hier lautet das Stichwort „Interdisziplinarität“. Während früher vor allem die Chefärzte die Verantwortung trugen, sollen die verschiedenen Disziplinen heute mehr und mehr zusammenarbeiten. Das schlägt sich auch in der Aufteilung der einzelnen Stationen nieder. Bereiche, die oft zusammenarbeiten, werden künftig also auch räumlich näher beieinanderliegen. Das betrifft beispielsweise die Herzchirurgen und die Kardiologen.

Auch in Großhadern wird der Neubau entsprechend organisiert. Die verschiedenen Bereiche sollen nun in erster Linie thematisch angeordnet sein. Auf diese Weise kann der Patient schnell von einem zum anderen Bereich überführt werden. Die Strukturen sind nicht mehr vertikal wie früher, sondern in erster Linie horizontal.

(Redaktion)


 


 

Krankenhaus
Patient
Bereich
Endgeräte
FlächeDoch
Behandlung
Großhadern

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Krankenhaus" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: