Ausbildungschancen
250 zusätzliche Siemens-Ausbildungsplätze für benachteiligte Jugendliche
München. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat beim gemeinsamen Besuch mit dem Vorsitzenden der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit Rainer Bomba im Ausbildungszentrum von Siemens in München einen „engen Schulterschluss" von Politik, Wirtschaft und Arbeitsvermittlung zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungschancen für benachteiligte Jugendliche gefordert.
Seehofer: „Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist es, dass jeder Jugendliche in Bayern ein Ausbildungsangebot erhält, das seinen Wünschen und Fähigkeiten entspricht. Jeder soll sein Potenzial entfalten können. Mit unserem Programm ‚Fit für Work - 2009‘ und einer Vielzahl weiterer Maßnahmen insbesondere für benachteiligte Jugendliche schaffen wir hierfür die Voraussetzungen. Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen und Betriebe ist aber der Eckpfeiler aller Anstrengungen für mehr Ausbildungschancen. Deswegen müssen alle beteiligten Akteure weiter an einem Strang ziehen."
Der Ministerpräsident zeigte sich beeindruckt von dem Zusatzprogramm, mit dem Siemens in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge deutschlandweit 250 zusätzliche Ausbildungsplätze für benachteiligte Jugendliche zur Verfügung stellt. Mit diesem Programm engagiert sich das Unternehmen speziell für Jugendliche, die wegen mangelhafter Schulleistungen oder Defiziten bei ihren Basiskompetenzen zunächst keinen Ausbildungsplatz bekommen haben. „Jedes Unternehmen, das benachteiligten Jugendlichen eine Chance zur Ausbildung gibt, handelt mit großer Verantwortung und ist Vorbild. Das ist gelebte soziale Marktwirtschaft. Ich ermuntere ausdrücklich andere Unternehmen, sich dem Beispiel von Siemens anzuschließen", so der Ministerpräsident.
Für Siegfried Russwurm, Personalvorstand der Siemens AG, ist eine solide Ausbildung die Eintrittskarte in ein erfolgreiches Berufsleben. „Mit unserem Programm fördern wir ganz gezielt junge Menschen, die ohne Unterstützung kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Qualifizierte Jugendliche sind schließlich unser wichtigstes Kapital für die Zukunft." Die Jugendlichen kommen aus dem ganzen Bundesgebiet und erhalten von Siemens bei ihrer Ausbildung eine spezielle Förderung. Dafür investiert das Unternehmen insgesamt rund 60 Millionen Euro.
Rainer Bomba lobte Unternehmen wie Siemens, die auf eigenen qualifizierten Nachwuchs setzen. „Der Ausbildungsmarkt in Bayern zeigt sich auch aus diesem Grund von seiner besten Seite. So ergibt sich aktuell ein Verhältnis von 99,6 Berufsausbildungsstellen je 100 Bewerber. Wir können somit jedem jungen Menschen mindestens ein Angebot unterbreiten und damit die Weichen für den beruflichen Lebensweg stellen. Unsere Berater unterstützen Firmen gerne bei der Suche nach Bewerben. Allein vor dem Hintergrund der ‚demographischen Entwicklung', wird jeder junge Mensch in Bayern benötigt, um dem Fachkräftemangel entgegenwirken zu können."
(Redaktion)
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