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Dreidimensionale Bilder

Das Wohnzimmer wird zum 3D-Kino

Dreidimensionale Bilder halten Einzug in die Wohnzimmer. Das Eröffnungsspiel der Eishockey-WM wird in Deutschland am 7. Mai über Internet-TV in 3D gezeigt. Gleiches gilt für einige Spiele der Fußball-WM in Südafrika.

Über Satellit ist bereits ein 3D-Demokanal empfangbar. Ab Juni erscheinen erste Blu-ray-Filme in 3D. „Das Heimkino der Zukunft ist dreidimensional – der Zuschauer erhält den Eindruck, Teil des Geschehens zu sein“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. Der BITKOM erklärt, welche Geräte für den Einstieg ins heimische 3D-Kino nötig sind und wie sie funktionieren. 

1. 3D-Bildschirm 

Zunächst wird ein 3D-fähiger Bildschirm benötigt. Dies kann ein spezieller Flachbildfernseher oder PC-Monitor sein. Die Geräte werden von den Herstellern entsprechend gekennzeichnet. Fast alle großen Markenhersteller haben solche Geräte angekündigt. Ein Nachrüsten von Displays älterer Bauart ist in aller Regel nicht möglich.
Die aktuellen 3D-Displays arbeiten mit dem so genannten stereoskopischen Verfahren. Dabei wird abwechselnd jeweils für ein Auge ein Bild dargestellt, während das andere Auge dank einer speziellen Brille verdeckt bleibt. So entsteht im Gehirn ein dreidimensionales Bild. Für ein flimmerfreies Bild benötigt jedes Auge eine Bildfrequenz von mindestens 60Hz. Durch das abwechselnde Abdunkeln halbiert sich die verfügbare Frequenz für jedes Auge. Daher muss der Bildschirm das gesamte Bild mit einer Frequenz von mindestens 120Hz anzeigen. 3D-fähige Fernseher können auch das normale Programm in 2D ohne Qualitätseinbußen wiedergeben. 

Für den Empfang der 3D-Fernsehbilder ist ein HD-tauglicher Receiver oder eine HD-taugliche Set-Top-Box nötig.

2. 3D-Shutterbrille 

Um den 3D-Effekt wahrnehmen zu können, wird zusätzlich zum 3D-fähigen Display eine so genannte aktive Shutterbrille benötigt. Wichtig: Brillen und Displays müssen zwingend aufeinander abgestimmt sein. Man sollte sie am besten gleich beim TV-Kauf erwerben. 3D-Shutterbrillen für das Heimkino arbeiten mit einem anderen Verfahren als die bekannten 3D-Brillen im Kino. Die Kino-Brillen können daher für das 3D-Heimkino nicht benutzt werden.

3. 3D-Blu-ray-Laufwerk 

Anfang Juni wird der erste Blu-ray-Film in 3D veröffentlicht. Die Einführung von DVD in 3D ist nicht geplant, dafür reichen Bildqualität und Speicherkapazität der DVD nicht aus. Für die Wiedergabe von 3D-Filmen wird ein spezieller Blu-ray-Player benötigt, der die neue Technologie unterstützt. Ein Teil der Spielekonsolen hat ein Blu-ray-Laufwerk integriert und kann mit einem Update 3D-Filme zeigen.

4. 3D-Filme und -Spiele 

Auch die Inhalte müssen natürlich in 3D produziert worden sein. Animierte Filme gibt es bereits überwiegend in 3D. Das Animationsstudio Pixar („Toy Story“, „Ice Age“) hat angekündigt, künftig ausschließlich 3D-Filme produzieren zu wollen. Reale Filmszenen müssen dagegen immer mit zwei Kameras aufgenommen werden, daher ist ihre Produktion aufwändiger. Doch auch solche Filme wird es vermehrt in 3D geben. Computerspiele werden seit Ende der 90er Jahre fast ausschließlich in 3D produziert, daher gibt es hier schon heute ein breites Angebot.

(BITKOM e.V.)


 


 

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