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500 Euro Gewinnspiel

PayPal spricht von einem Versehen - Email ist echt, somit haben einige Geld gewonnen

Nicht wenige Kunden des Bezahldienstleisters PayPal erhielten jüngst per Email eine Gewinnmitteilung über 500 Euro, die sich nach Recherchen von test.de als echt herausstellte. PayPal behauptet zwar, die Aussendung sei ein Versehen, nach deutschem Recht könnten die Adressaten ihren Gewinn theoretisch einfordern.

In der Email heißt es, dass die Empfänger 500 Euro gewonnen hätten und das Geld auch schon zum Ausgeben auf dem paypal-Konto bereit liegen würde. Auf Nach­frage von test.de hat paypal erklärt, dass die Mitteilungen tatsäch­lich vom Unternehmen stammen. Die E-Mails seien aber „aufgrund eines tech­nischen Fehlers vers­endet worden“. Das erklärt, warum Empfänger der E-Mails, die ins Konto schauen, keine 500-Euro-Gutschrift vorfinden.

Gewinn­mitteilung gut aufbewahren

Für paypal kann das Versehen teure Folgen haben. Denn der Gesetz­geber hat im Bürgerlichen Gesetz­buch klare Regeln zu Gewinn­mitteilungen aufgestellt. So heißt es in Paragraf 661a BGB:

„Ein Unternehmer, der Gewinn­zusagen (...) an Verbraucher sendet und durch die Gestaltung dieser Zusendungen den Eindruck erweckt, dass der Verbraucher einen Preis gewonnen hat, hat dem Verbraucher diesen Preis zu leisten.“

test.de hat bei Gewinn­spiel- und Internet­rechts­experten nachgefragt – und die einhellige Meinung ist: Diese Regel ist streng auszulegen. Es kann also durch­aus sein, dass paypal sein Gewinn­versprechen nicht mehr aus der Welt bekommt, auch wenn es sich tatsäch­lich um ein Versehen handeln sollte. Auf die Nach­frage, wie paypal die Rechts­lage sieht, hat das Unternehmen noch nicht reagiert. Empfänger der Nach­richt sollten die E-Mail gut aufbewahren. test.de berichtet über den Fortgang der Geschichte.

Wichtig: Dass eine Gewinn­ben­achrichtigung tatsäch­lich vom vermeintlichen Absender stammt, ist die Ausnahme! In der Regel handelt es sich bei solchen E-Mails um Phishing -Versuche, mit denen Kriminelle die Nutzer­daten des Empfängers ausspionieren wollen. So machten auch schon Phishing-Mails mit dem vermeintlichen Aussender paypal die Runde.

Quelle: test.de

(Redaktion)


 


 

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