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Wer in Foren ungeniert hetzt, riskiert Abmahnung

Vermehrt wird in letzter Zeit über anwaltliche Abmahnungen gegen Personen berichtet, die sich in Internetforen negativ über Mitbewerber äussern. Viele scheinen unter dem vermeintlichen Schutz eines "Nicknames" die Gelegenheit zu nutzen, ihre Mitbewerberunternehmen unangemessen zu kritisieren, wie Norbert Warnke berichtet.

Einige Foren-User treten dabei regelrechte Schlammschlachten los und Andere lassen sich gern auch mal dazu hinreissen, ungeachtet drohender Repressalien mit einzustimmen. Dies kann dann jedoch nicht nur unangenehme, sondern auch recht kostspielige Folgen haben.

Mitgefangen, mitgehangen

Der beste Rat für User von Internet-Foren ist, sich an Schlammschlachten, Schmähkritiken, Unterstellungen und ähnlichem keinesfalls zu beteiligen. Zum Einen werfen solche immerhin öffentlich ausgetragene Schlammschlachten ein unangenehmes Bild auf die gesamte Network Marketing Branche und zum Anderen denken die meisten Forenuser nicht daran, dass sie sich als Networker und damit selbständige Unternehmer selbstverständlich in einem Wettbewerbsverhältnis gegenüber anderen Networkern und Unternehmen befinden. Hier natürlich dann auch das Wettbewerbsrecht und das sagt aus: Angriffe von Unternehmern gegen Mitbewerber sind als unlauterer Wettbewerb rechtswidrig und angegriffene Personen und Unternehmen haben gesetzlichen Anspruch auf Unterlassung. 

Heckenschützen aufgepasst!

Allzu kritische Meinungsäusserungen gegen Mitbewerber aus einem Wettbewerbsverhältnis heraus bergen also immer die Gefahr rechtlicher Konsequenzen.

Gefahren und rechtliche Risiken können auch entstehen, wenn man einfach nur mit einstimmt und mitmacht, wo Andere bereits vorausgeprescht sind. Was Andere vormachen muss man noch lange nicht übernehmen, schon gar nicht ungeprüft. Gefährlich sind auch die in manchen Foren vertretenen "Scharfmacher", die selbst unter anonymen Nicknames posten oder bewusst falsche Angaben in ihren Userprofilen eingetragen haben, denen also selbst (da unerkannt) kaum Risiken drohen. Zahlen muss am Ende immer, wer identifiziert werden kann und greifbar ist.

(Norbert Warnke)


 


 

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