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Neue Internetadressen

Ab 2013 sind fast alle Wörter als Adressendungen erlaubt

Die Internetregulierung Icann (Internet Corporation For Assigned Names and Numbers) hat eine grundlegende Veränderung bei den sogenannten generellen Top-Level-Domains beschlossen.

In Zukunft sollen auch Marken und andere Wörter als Adressendungen erlaubt sein. Im konkreten Fall bedeutet das, dass etwa Städte ihren Namen als Domainendungen nehmen könnten oder Unternehmen ihre Marke.

Experten gehen davon aus, dass durch die Neuerung 500 bis 1000 neue Kennungen geschaffen werden. Diese dürfen dann auch in arabischen oder chinesischen Schriftzeichen verfasst werden. Bisher gibt es 290 Länderkennungen und 22 freie Bezeichnungen. 

Ab Anfang 2012 können sich Organisationen und Unternehmen für die neuen Domainendungen bewerben. Ganz einfach wird es aber für die Bewerber nicht, an die neuen Domainendungen zu gelangen. Allein für die Bewerbung werden rund 120.000 Euro fällig. Außerdem besteht allein das Regelwerk für die Bewerbungen aus 360 Seiten.

BITKOM beantwortet die wichtigsten Fragen für interessierte Unternehmen und Organisationen:

1. Wer kann eine „Top Level Domain“ beantragen?

Neben Städten und Regionen kommt dies für Branchen, Firmen und Marken in Frage. Privatleute können keine Homepage-Endung nach dem Muster „www.homepage.meier“ beantragen. Der Grund ist, dass ICANN den wirtschaftlichen Betrieb der Adress-Endungen langfristig sichern will. Wer eine eigene Domain-Endung besitzt, übernimmt die kompletten Aufgaben eines Internet-Unternehmens. Dafür sind ein eigenes Geschäftskonzept und ein entsprechend hohes Startkapital nötig.

2. Wie teuer wird eine eigene Domain-Endung?

Allein für die Bewerbung werden rund 120.000 Euro fällig. Zusätzlich sind bis zu einer halben Million Euro für Projektmanagement , Technik und Rechtsberatung nötig. Bis zu 200.000 Euro kostet der laufende Betrieb pro Jahr.

3. Wie werden einzelne Homepages mit neuen Endungen vergeben?

Die einzelnen Homepages mit neuen Endungen – etwa www.meier.berlin – sollen nach einem fairen, transparenten Verfahren vergeben werden. In der Startphase soll verhindert werden, dass große Mengen an Webseiten zu Spekulationszwecken reserviert werden.

Die Anmeldung für die erste Vergaberunde neuer genereller Top-Level-Domains läuft vom 12. Januar bis 12. April 2012.

(Redaktion)


 


 

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