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Präsentationstechniken

Dann klappt´s auch mit dem Publikum: „Be different or die!“

Vielleicht erinnern Sie sich an die Zahncreme-Werbung, in der ein Ei zur Hälfte mit der Creme behandelt und danach in Essig eingelegt wird. Auf der unbehandelten Fläche entstehen kleine Gasblasen, die andeuten, dass sich die Schale aufzulösen beginnt. Drastisch aber effektiv und: es bleibt in Erinnerung.

Ein extrem bildlicher Vergleich für einen Säureangriff im Mund auf die Zähne. Solche Demonstrationen kommen auch in Präsentationen besonders gut an. Der Redner ist körperlich aktiv und das Publikum hat etwas zum Schauen.

Sorgen Sie für Aha-Erlebnisse!

Einer meiner Kunden wollte demonstrieren, dass, wenn im Marketing zu viele Botschaften in einer Kampagne stecken, die meisten davon verloren gehen und maximal eine Botschaft verankert werden kann. Er nahm eine Handvoll Buntstifte und warf sie einem Herrn in der ersten Reihe (nach Vorwarnung) zu. Der konnte nur einen einzigen Buntstift fangen – eine symbolische Demonstration dafür, dass der Empfänger aus einer Vielzahl von Botschaften nur eine wirklich aufnehmen kann.

Wetten, Sie hören mir zu?

BUCHEMPFEHLUNG:

In einem Vortrag habe ich mal einen Referenten gesehen, der über schlechte interne Kommunikation reden wollte – E-Mail-Kontakte seien nicht so verbindlich wie das persönliche Gespräch. Er begann seine Präsentation, ohne zu reden, dafür mit Schildern in der Hand – vergleichbar mit den Pappen, die Anhalter an Autobahnen hochhalten. Auf dem ersten Schild stand: „Wir sollten mehr miteinander reden.“ Genauso stumm ging es weiter. Auf dem zweiten Schild konnte man lesen: „Leider schreiben wir uns meist nur noch.“ Das dritte Schild kommunizierte die Kernbotschaft: „Reden statt mailen!“ Danach begann der Präsentator seine eigentliche Präsentation – redend. Und hatte die totale Aufmerksamkeit durch seinen fantastischen Demo-Einstieg, der dem Publikum noch lange im Gedächtnis blieb.

Der Zauber von der Zweckentfremdung

Von einem Finanzdienstleister bekam ich kürzlich ein Direktmailing zugeschickt, das mich sehr überrascht hat. Keine Hochglanzbroschüre, mit der man sich gleich in die Austauschbarkeit von Fonds, Sparbriefen und Co. begeben hätte, sondern eine Parkscheibe mit der Bitte, mal darüber nachzudenken, ob ich mein Geld nicht bei ihnen parken möchte. Das fand ich witzig und originell. Objekte funktionieren auch perfekt in Präsentationen – vor allem in dreidimensionaler Form.

Anfänger in Sachen Denkmuster

In meinen Vorträgen rede ich immer auch über das menschliche Gehirn. Noch spannender und greifbarer wird das Thema, wenn man das Bild eines Hirns zeigt (als Foto an die Wand projiziert) oder live ans Flipchart malt (wobei das bei mir häufig aussieht wie eine Bulette). Aber noch netter ist ein Gehirn in 3D – als Plastikmodell zum Beispiel (amüsanterweise heißt das Modell beim Anbieter „Anfängermodell“). Dieses Hirn sorgt immer für große Erheiterung beim Publikum (und übrigens auch bei der Handgepäckkontrolle am Flughafen).

Eine ganze Sackkarre voller Ideen

Eine PR-Beraterin wollte ihrem Kunden die kumulierte Auflage präsentieren, die durch ihre Öffentlichkeitsarbeit erreicht wurde. Wenn man kein PR-Mensch ist, weiß man nicht, ob eine 22-Millionen-Auflage viel oder wenig ist. Hört sich zwar nach viel an. Aber nur viel oder richtig viel? Um dies verständlich und überzeugend zu kommunizieren , haben wir zunächst gerechnet, nach einem Bild gesucht und dann ein Objekt gefunden. Wir rechneten aus, welcher geldwerte Vorteil hinter den Presseveröffentlichungen für den Kunden stand. Heraus kam, dass damit eine Kommunikationsleistung entstanden war, die in Euro den Kosten für ganzseitige Anzeigen in 52 Ausgaben des Sterns entsprächen. In der Präsentation stellte meine Kundin exakt dies dar und türmte mit einem Schwung vor den Augen ihrer erstaunten Kunden 52 Stern-Hefte auf. Deutlicher und merkfähiger geht es kaum.

Gleichen Sie wie ein Ei dem anderen?

Ob Marken, Werbung oder Präsentationen: Wer sich im Einheitsbrei bewegt, sich vergleichbar macht, nichts Neues, Sehenswertes, Überraschendes bietet, der hat verloren, wird nicht wahrgenommen. Regeln brechen, das Gegenteil vom Normalen und Erwarteten tun – das macht den Unterschied in der Wahrnehmung. Und dafür muss man keinen Don-Kosaken-Chor mit in die Präsentation schleppen, sondern einfach ganz authentisch nur ein wenig vom gewohnten (Ei-)nerlei abrücken. Und schon kann eine Mini-Idee maximale Aufmerksamkeit erzeugen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.presency.de

(Gerriet DANZ)


 


 

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