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Jeder achte hat schon mal aus finanziellen Gründen den Umzugswagen bestellt

Fast jeder achte Verbraucher in Deutschland musste schon einmal aus finanziellen Gründen umziehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage bei Personen zwischen 18 und 69 Jahren. Abgefragt wurden außerdem die Beweggründe von Verbrauchern für einen Umzug aus finanziellen Gründen.

Durchgeführt wurde die Umfrage von Credit-reform Boniversum (Neuss) in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Haus & Grund Westfalen. Die Studie ging der Frage nach, ob und inwieweit die steigenden Immobilienpreise Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit der Mieter haben werden. Immerhin gaben zwölf Prozent der Befragten an, schon einmal aus finanziellen Gründen gezwungen waren, ihre Wohnung zu wechseln. Dies entspricht etwa 4,8 Millionen Haushalten in Deutschland.

Häufigster Grund für einen Umzug ist eine Scheidung, bzw. Trennung (fünf Prozent), dies entspricht etwa 2,1 Millionen Haushalten in Deutschland. 1,3 Millionen Haushalte sind hingegen aufgrund eines Arbeitsplatzverlustes gezwungen umzuziehen (drei Prozent). Sonstige Gründe, wie z.B. steigende Miet- und Nebenkosten sowie Krankheit waren in zwei Prozent der Fälle Auslöser für einen Umzug.

Arbeitslosigkeit und Schuldenstress sind oft Auslösefaktor

Am häufigsten ziehen arbeitslose Personen in Deutschland aus finanziellen Gründen um (35 Prozent). Weiter sind geschiedene oder verwitwete Personen (24 Prozent) und Geringverdiener mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.500 Euro (17 Prozent) häufig von einem Umzug betroffen. Die Umfrage zeigt, dass Personen, die bereits aus finanziellen Gründen umziehen mussten, in der Regel deutlich überdurchschnittlich unter sogenanntem Schuldenstress leiden. Sie haben das Gefühl, dass ihnen die finanziellen Verbindlichkeiten „über den Kopf wachsen könnten“.

„Die von den Verbrauchern angegebenen Gründe für einen Umzug aus finanziellen Gründen stimmen auch mit unseren Ergebnissen des SchuldnerAtlas 2011 überein. Als maßgebliche Auslöser von Überschuldung konnten auch hier die Faktoren Arbeitslosigkeit, Scheidung, bzw. Trennung und Krankheit festgemacht werden“, sagt Siebo Woydt, Geschäftsführer von Boniversum. Gutverdiener mit einem Haushaltsnettoeinkommen von über 2.500 Euro (sechs Prozent) und Personen mit einem gehobenen Bildungs- bzw. Ausbildungsniveau (acht Prozent) sind seltener von einem Umzug aus finanziellen Gründen betroffen.

(Redaktion)


 


 

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