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Drei Jahre Gefängnis für Allgäuer Bauunternehmer

Wegen Lohndumpings und Sozialversicherungsbetrugs ist ein Bauunternehmer aus Memmingen im Allgäu vom Amtsgericht Augsburg zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Wie das Hauptzollamt Augsburg am Dienstag mitteilte, diente seine in Slowenien gegründete Niederlassung nicht als Bauunternehmen, sondern als reines Anwerbebüro für rumänische Elektriker. Mehr als ein Jahr lang reisten 62 Rumänen über Slowenien mit einem erschwindelten slowenischen Versicherungsnachweis nach Deutschland ein, um hier als Bauarbeiter konkurrenzlos billig ihre Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen.

Dem deutschen Sozialversicherungssystem entgingen so 600 000 Euro. Darüber hinaus beutete der Mann die rumänischen Arbeiter aus. Anstelle des in Deutschland vorgeschriebenen Mindestlohns von 9,40 Euro pro Stunde erhielten sie etwa vier Euro pro Stunde. Der Angeklagte zeigte sich im Lauf des Verfahrens voll geständig. Seine Behauptung, diese Vorgehensweise sei in Deutschland üblich, konnte das Gericht nicht überzeugen.

(ddp-bay)


 


 

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