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Andreas Dorsch

„Höre nie auf, anzufangen, fange nie an, aufzuhören!“

muenchen.business-on.de befragt 2011 wieder Münchner UnternehmerInnen und führende „Köpfe“ der Wirtschaft zu ihren Einschätzungen und Erwartungen für das laufende Jahr. Wir befragten Andreas Dorsch, Geschäftsführer des Golf Management Verband Deutschland e.V. / GMVD Marketing GmbH, München.

business-on.de: Was war für Sie das „Highlight“ des Jahres 2010, was war „Ihr“ Aufreger?

Andreas Dorsch: Unsere neue Turnierserie "München spielt Golf" ist beim ersten Mal gleich so gut eingeschlagen, das war ein "Highlight" für mich. Einen richtigen Aufreger gab es ehrlich gesagt nicht oder ich habe diesen bereits wieder verdrängt.

business-on.de: Sind Sie zufrieden mit der Metropolregion München als Standort? Welche Faktoren schätzen Sie besonders? Was würden Sie sich wünschen?

Andreas Dorsch: Ja, grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit dem Standort München. Es ist nach wie vor sehr schön, hier arbeiten, wohnen und leben zu können. Unsere Stadt ist sicher, sauber, gut verwaltet, verfügt über sehr gute Nah- und Fernverkehrs-Möglichkeiten. Ich hoffe, dass der Verkehr nicht weiter zunimmt und die Lebenshaltungskosten nicht weiter steigen, man muss sich mittlerweile München schon leisten können und wollen.

business-on.de: Wie stehen Sie dazu dass München sich für die Olympischen Winterspiele 2018 bewirbt? Sehen Sie für sich persönlich dadurch Vorteile? 

Andreas Dorsch: Ich finde es legitim und schlüssig, dass sich München für die Olympischen Winterspiele 2018 bewirbt. Die infrastrukturellen Voraussetzungen sind größtenteils dafür schon gegeben, darüber hinaus herrscht in unserer Stadt und Region grundsätzlich eine sehr positive Grundhaltung gegenüber sportlichen Großveranstaltungen, mit denen man bereits gute Erfahrungen hat. Ich selbst sehe derzeit überhaupt keine persönlichen Vorteile für mich, ich wäre ein normaler, sehr interessierter regelmäßiger Zuschauer und Besucher.

business-on.de: Welche Trends können Sie absehen, die Ihr Unternehmen im laufenden Jahr maßgeblich beeinflussen werden?

Andreas Dorsch: Ich denke, dass die sozialen Netzwerke schon unsere tägliche Arbeit weiter mitbestimmen werden, zumal ich mit meiner Agentur Matchpoint PR zunehmend damit konfrontiert werde und für unsere Kunden teilweise die Pflege auf den verschiedenen Plattformen mit meinem Team übernommen habe. Ich Golfsport sehe ich grundsätzlich die demographische Entwicklung als Problem, derzeit kommen zu wenige neue Golfer im Altersbereich 22-49 Jahre nach, sie haben wohl andere Probleme, als in Ihrer Freizeit regelmäßig dem kleinen weißen Ball nachzujagen.

business-on.de: Wenn Sie aktiv Politik mitgestalten könnten, welche Entscheidungen stünden für Sie im laufenden Jahr an?

Andreas Dorsch: Ich denke, das Thema verseuchtes Futtermittel darf nicht aus dem Tagesgeschehen wieder verschwinden sondern es muss mit aller Härte gegen "schwarze Schafe" in diesem Industriezweig vorgegangen werden und gegebenenfalls die rechtlichen Mittel weiter verschärft werden, sicherlich auch eine Aufgabe für Brüssel. Allgemein liegt mir der Umgang mit unseren Nutztieren am Herzen und ich sehe hier gerade was die Transporte angeht noch großen Verbesserungsbedarf.

business-on.de: Welches kulturelle/sportliche Highlight wollen Sie 2011 in München auf keinen Fall verpassen? 

Andreas Dorsch: Die BMW International Golf Open im GC Eichenried im Juni sowie die UniCredit Ladies Open im Mai im Golf-Park Gut Häusern.

business-on.de: Wenn Sie sich ehrenamtlich engagieren sollten – wo würden Sie gern einmal hospitieren oder wo sehen Sie Handlungsbedarf? 

Andreas Dorsch: Nachdem unsere Gesellschaft immer älter wird, sehe ich bei den alten Menschen und der zunehmenden Altersarmut großen Handlungsbedarf. Auch das Thema Sterbehilfe beziehungsweise würdiges Sterben möglichst ohne Schmerzen halte ich für unterstützenswert.

business-on.de: Wenn Sie eine Woche lang tauschen könnten – in welchem Unternehmen würden Sie gern einmal arbeiten?

Andreas Dorsch: Ich würde sehr gerne einmal eine Woche beim FC Bayern München im Management mitarbeiten.

business-on.de: Mit wem möchten Sie auf keinen Fall tauschen? Welcher wäre der härteste Job für Sie?

Andreas Dorsch: Unabhängig von der derzeitigen Diskussion um Karl-Theodor zu Guttenberg und seine Dissertation würde ich sehr ungern als Verteidigungsminister arbeiten. Ich hätte Probleme, deutsche Soldatinnen und Soldaten in Krisengebiete schicken zu müssen.

business-on.de: Die Wirtschaft boomt – wie ist Ihre persönliche Prognose für 2011 und woran machen Sie sie fest? 

Andreas Dorsch: Ich bin in der Golfbranche, da kommen wirtschaftliche Einflüsse in der Regel mit Zeitverzögerung an, so war es auch 2010. Ich hoffe, dass sich das abgeschwächte Wachstum bei den organisierten Golfern aus dem letzten Jahr nicht in 2011 fortsetzt und wir bereits nach einem Jahr wieder den "turnaround" gemeinschaftlich schaffen. Für mich persönlich hoffe ich, dass alles so bleibt wie in der Vergangenheit und der ein oder andere neue, spannende Auftrag dazukommt.

business-on.de: Haben Sie persönlich einen guten Vorsatz für das Jahr 2011 gefasst? 

Andreas Dorsch: Höre nie auf, anzufangen, fange nie an, aufzuhören!

(Redaktion)


 


 

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