05.10.2009  11:30 Uhr

Ex-Vorstände von 1&1
Andreas Gauger und Achim Weiß: Internetservice bringt ausufernde Mailboxen unter Kontrolle

München. Der als Verfechter des bedienerfreundlichen Webhostings bekannte Ex-Vorstand des Internet-Providers 1&1 Andreas Gauger macht wieder von sich Reden: Zusammen mit seinem Kollegen Achim Weiß entwickelte er den Internetservice „Finalfolder“, der ausufernde Mailboxen auf intelligente Weise strukturiert.

Diese Erfahrung hat wohl jeder schon einmal gemacht: Man sucht eine E-Mail mit einem bestimmten Inhalt oder angehängten Dokument und kann sich nicht mehr erinnern, welches der Absender war und wie die Betreffzeile hieß. Die Suchfunktion des Mailprogramms bringt in diesem Fall in der Regel kein vernünftiges Ergebnis. Jetzt bleibt nur noch das zeitraubende Durchsuchen im Handbetrieb, bei dem das gewünschte Ergebnis auch nicht unbedingt garantiert ist.

Für dieses hinlänglich bekannte Problem gab es bisher keine befriedigende Lösung. Ein wirksames Programm auf dem Mail-Client wäre ziemlich umfangreich, deshalb lag es eigentlich nahe, so etwas als Internet-Service anzubieten. „In den heutigen Tagen einen Internetdienst zu konstruieren, der jedem nutzt und den es so nicht bereits gibt - das klingt zunächst unmöglich“, so Andreas Gauger, der bei seiner Tätigkeit als Vorstand beim Internet-Provider 1&1 neue Standards bedienerfreundlicher und kostengünstiger Webhosting-Konzept definiert hat.

Andreas Gauger und sein Kollege Achim Weiß, ebenfalls ehemaliger 1&1-Vorstand, haben den Versuch dennoch gewagt. Herausgekommen ist nach wenigen Monaten Entwicklungszeit ein Dienst, der „Finalfolder“ heißen wird und dem Benutzer in Zukunft eine enorme Ersparnis an Arbeitszeit einbringen soll. „Es ist ein Internetdienst, der einen typischen Ablauf der täglichen Arbeit auf eine besonders elegante Art verbessert und endgültig löst“, so Gauger.

„Finalfolder löst ein Problem, mit dem jeder Mail-User täglich konfrontiert ist: Wo lege ich wichtige Dokumente ab, die ich in der Zukunft noch einmal brauchen könnte?“ Weil es sich um einen Web-Service handelt, kann der Dienst von jedem E-Mail-fähigen Gerät aus (PC, Handy, Netbook, Internet-Pads, Videospielkonsole, Scanner-Kopierer oder Ähnliches) ohne Installation irgendwelcher Software benutzt werden. „Man schickt die wichtigen Dokumente einfach an die E-Mail-Adresse keep@finalfolder.com. Danach braucht man sich um die Aufbewahrung und das Wiederfinden keine Sorgen mehr zu machen.“

Die weitergeleiteten Dokumente werden aufwändig indiziert und sicher in mehreren Rechenzentren weltweit abgespeichert. Der Benutzer kann jederzeit wieder auf seine Dokumente zugreifen. Dazu eignet sich ein beliebiges internetfähiges Endgerät. „Dank der genialen Suchsysteme von Finalfolder lässt sich jedes abgelegte Dokument garantiert innerhalb von 30 Sekunden wiederfinden“, so Gauger.
Als Geschäftsmodell stellt er sich vor, dass die Basisfunktion mit einer begrenzten Anzahl Dokumenten kostenlos angeboten wird; ein kostenpflichtiger Premiumservice soll unbegrenzte Nutzung erlauben. „Der Basis-Service ist sicherlich für Privatleute interessant, während die Profi-Version auf kleinere und mittlere Unternehmen und Power-User zielt.“
Noch im Laufe des Oktober 2009 soll der Dienst in den „Public Beta“ gehen.


 

(Peter von Bechen)

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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Peter von Bechen



 


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