Sie sind hier: Startseite München Aktuell Recht & Steuern
Weitere Artikel
Telefonabzocke

Die neuen Rechte und Möglichkeiten der Kunden

Sogenannte Mehrwertdienste dürfen seit einigen Jahren nur noch über die 0900-Nummern abgewickelt werden. Die davor genutzte, und durch zahllose Sex-Hotlines und Dialer in Verruf gekommenen 0190-Nummern wurde 2006 abgeschaltet.

Ob sich hinter der kostenpflichtigen Nummer eine sinnvolle Dienstleistung verbirgt oder eine teure Abzocke, erfuhr der Nutzer meist zu spät, nämlich mit der Telefonrechnung. Das wird sich jetzt aber ändern, sagen ARAG Experten.

Mehr Transparenz

Das Besondere an 0900er-Nummern: Bei der zuständigen Bundesnetzagentur kann ein Nutzer in einer Datenbank abfragen, wer die Mehrwertnummer geschaltet hat, wenn er sich beim Anbieter der Dienstleistungen beschweren möchte. Allerdings ist nicht an der Rufnummer erkennbar, wie viel der Anruf dieser Rufnummer kosten wird; bei den 0190-Nummern war dieses möglich.

Kostenfallen einfach sperren!

Um böse Überraschungen in der Telefonrechnung von vornherein auszuschließen, müssen Mobilfunk Provider ab 2012 teure Rufnummern wie die "0900" auf Wunsch jetzt kostenlos sperren. Auch die Bezahlfunktion beim Handy soll sich blockieren lassen. Wenn man dann versehentlich etwa ein Klingelton-Abo abschließt, kann der Anbieter nicht mehr aufs Konto zugreifen.

Warteschleifen kosten nur noch Zeit!

Egal, ob beim DSL-Anbieter oder beim Stromversorger - wer in der Hotline schmort, soll dabei wenigstens nicht arm werden. Ruft man den Anbieter über eine normale Ortsnetz- oder Mobilnummer an, ist eine Wartezeit okay. Das gilt auch, wenn nach Pauschalpreis abgerechnet wird. Bei 0800er-Nummern sind Wartezeiten auch legitim, schließlich zahlt der Kunde sowieso nichts für den Anruf. Bei anderen Sonderrufnummern darf die Zeit in der Warteschleife zukünftig nicht mehr abgerechnet werden. In der Telekommunikationsbranche sieht man zwar Schwierigkeiten in der technischen Durchführbarkeit. Die Neuregelung soll aber ohnehin nicht gleich vollständig umgesetzt werden; es gilt ein Übergangszeitraum von einem Jahr. Drei Monate nach Inkrafttreten sollen aber zumindest die ersten zwei Minuten eines Anrufs kostenlos sein.

Quelle: ARAG

(Redaktion)


 


 

Anbieter
Anruf
Rufnummer
Rechnung
Dienstleistung
Wartezeit
Warteschleife

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Telefon" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: