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Genießt eine Antiquität "Artenschutz" ist Vorsicht geboten!

Erbschaften, Haushaltsauflösungen, Schenkungen, Umzug – und schon steht man vor einem Berg von überflüssigen Dingen, für die das Interesse und der Platz fehlen. Für die Mülltonne sind sie aber zu schade, also warum nicht diese Dinge einfach zu Geld zu machen? Hier gibt es für Käufer wie für Verkäufer einiges zu beachten.

Jedoch sollte man sich seine Exponate genauer ansehen, da für die Vermarktung von Gegenständen aus artengeschützten Tieren und Pflanzen bestimmte Regeln gelten.

Was ist also zu beachten, wenn der alte Luchs- oder Ozelotmantel der Oma, ein indisches Elfenbein-Schachbrett des Großonkels, eine europäische Braunbär-Trophäe, ein afrikanisches Nashorn-Horn aus deutscher Kolonialzeit etc. innerhalb der Europäischen Union vermarktet werden sollen?

Im Wesentlichen kommt es hier auf das Alter des Gegenstandes an. Artenschutzrechtlich relevante Antiquitäten (zum Beispiel Schmuck-, Dekorations-, Kunst- und Gebrauchsgegenstände oder Musikinstrumente) sind Gegenstände von geschützten Tieren und Pflanzen, die vor dem 1. Juni 1947 endgültig verarbeitet wurden.

Rohwaren und Halbfertigprodukte (zum Beispiel ein unbearbeiteter Stoßzahn) sind jedoch keine Antiquitäten.

Für die Vermarktung artengeschützter Antiquitäten werden innerhalb der Europäischen Union keine behördlichen Vermarktungspapiere benötigt.

Eine eidesstattliche Versicherung reicht oft schon aus

Es sind jedoch beim Kauf oder Verkauf solcher Antiquitäten ausreichende Nachweise über das Alter des Gegenstandes (zum Beispiel Fachgutachten) und über den legalen Besitz inklusive des Besitzzeitraums (zum Beispiel Ein- beziehungsweise Ausfuhrdokumente, Zeugenaussagen, eidesstattliche
Versicherung, zum Beispiel „im Familienbesitz seit 1972“, etc.) mitzugeben beziehungsweise einzufordern. Anderenfalls sollte man vom Kauf beziehungsweise Verkauf dieser Gegenstände Abstand nehmen, da rechtliche Konsequenzen für Käufer und Verkäufer drohen.

Nach dem 1. Juni 1947 endgültig verarbeitet Gegenstände, bedürfen somit grundsätzlich einer Vermarktungsbescheinigung.

Ferner besteht für die Ein- und Ausfuhr von artengeschützten Antiquitäten bei Nicht-EU-Ländern eine Genehmigungspflicht. Gerne informiert die Untere Naturschutzbehörde zu weitergehenden Fragen.
Kontaktdaten beziehungsweise weitere Infos zu artenschutzgeschützten Antiquitäten sowie "Häufig gestellt Fragen" sind hier eingestellt.

(Redaktion)


 


 

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