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Musik- und Videospieler

Apple verliert an Boden

Wo Apple draufsteht ist nicht auto­matisch das Beste drin. Beispiel Musik- und Videospieler: Der Apple iPod touch landet im Test abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze. Vorn im Testfeld spielt die Musik jetzt bei den leicht zu bedienenden MP3-Spielern von Philips, Samsung und Sony.

Multimedia in der Hemdtasche

Zeitung lesen im Park – wie langweilig. Attraktiver ist Musik hören beim Joggen, Fotos und Videos gucken in der Bahn und per WLan surfen im Internet. Aktuelle Musik- und Videospieler beherrschen das volle Programm. Doch welcher Spieler klingt am natürlichsten oder hat die beste Bildqualität? Die besten Musikspieler sind Apple iPod shuffle und Philips GoGear, der Beste Musik- und Videospieler: Philips GoGear Muse.

Presslufthammer im Ohr

Der multimediale Tausendsassa, der Apple iPod touch, ist weit von einer guten Testnote entfernt. Sein Größter Minuspunkt: Wer ihn voll aufdreht, riskiert irreparable Gehörschäden. Der mitgelieferte Kopfhörer tönt bei voller Lautstärke zu laut – 107 Dezibel. Nur 100 sind erlaubt, und selbst das entspricht der Geräuschkulisse eines Presslufthammers. Folge für den iPod touch: Abwertung. Das gleiche Schicksal trifft auch die Modelle Cowon iAudio 9, Creative Zen X-Fi 2, Intenso Music Twister, Samsung YP-M1 und SanDisk Sansa Clip.

Sony mit dem bestem Ton

Der Sony NWZ-A845 klang im Test am besten. Das liegt an seinem Kopfhörer. Denn der sorgt nicht nur für gute Unterhaltung, er stört auch die Umgebung am wenigsten mit nervendem Gezischel. Die Kopfhörer sind entscheidend, wenn es um den Klang geht. Mit hochwertigen Modellen klingt der überwiegende Teil der Testgeräte „sehr gut“. Ausnahme: Archos Clipper. Der hat ein Geräteproblem. Er klingt selbst mit hochwertigen Kopfhörern nur mäßig.

Apple nur mit iTunes

Nachteil bei allen Apple-Geräten: Der Nutzer kann seine Musiktitel nur über das Programm iTunes aufspielen. Für Win­dows-Rechner muss er iTunes erst aus dem Internet herunterladen und installieren. Vorher kommt er nicht in den Musikgenuss. Deswegen setzte es bei den Apple-Geräten für die Inbetriebnahme durchweg „mangelhaft“. Alle anderen Spieler kommen ohne Spezialsoftware aus.

Schadstoffe in den Kopfhörern

Die Stiftung Warentest findet in ihren Untersuchungen immer häufiger Schadstoffe wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Phthalate (Weichmacher). Deswegen haben die Tester erstmals auch bei Kopfhörern und Kabeln der MP3-Spieler danach gefahndet. Ergebnis: Insbesondere Archos, Intenso, Odys und Teac fallen durch erhöhte Phthalatwerte auf. Diese Stoffe können für die Leber gefährlich sein und die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen.

Tipps:

  • Schadstoffe. Gifte in Kopfhörern können Ihrer Leber schaden und Ihre Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Insbesondere Archos, Intenso, Odys und Teac fallen durch erhöhte Phthalatwerte auf. Wenn Sie einen dieser MP3-Spieler kaufen möchten oder bereits besitzen, sollten Sie die Kopfhörer austauschen.
  • Kopfhörer. Mäßigen Klang bei MP3-Spielern verbessern Sie am ehesten mit einem guten Kopfhörer. Den besten finden Sie, wenn Sie Kopfhörer aus der gewünschten Preisklasse mit sehr teueren Referenzmodellen vergleichen. Klingen die beiden Modelle vergleichbar gut, können Sie den Ihrem Budget entsprechenden bedenkenlos kaufen.
  • Spezialkopfhörer. Sie benutzen Ihren MP3-Spieler vor allem in Bus und Bahn? Bei lautem Hintergrund? Kaufen Sie einen Spezialkopfhörer mit Noise-Guard oder Noise-Reduction. Sie dämpfen Umgebungsgeräusche ab. Sennheiser und Sony bieten solche Kopfhörer ab etwa 70 Euro an.
  • Serienmäßig. Einige Musik- und Videospieler bieten die Funktion „Noise-cancelling“ an. Auch die soll Umgebungsgeräusche mindern. Im Test haben das Philips GoGear Muse und Sony NWZ-A845. Allerdings funktioniert das nur bei gleichmäßigen Geräuschen, wie sie meist in der Bahn oder im Flugzeug auftreten.
  • Gehörschäden. Dass zu laute Musik auf Dauer das Gehör schädigt, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Doch was ist zu laut? Eine Daumenregel hilft: Die Musik ist zu laut, wenn Sie in normaler Lautstärke selbst gesprochene Worte selbst nicht mehr hören können.

(Stiftung Warentest)


 


 

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