Sie sind hier: Startseite München Aktuell
Weitere Artikel
ARAG Experten

Raucherpause ist nicht versichert

Auf Raucher kommt demnächst viel zu: Ab Mai tritt in NRW eines der härtesten Rauchverbote in Kraft. In der Gastronomie ist dann das Rauchen verboten.

Zusätzlich hat ein Sozialgericht nun einen Unfall, der auf der Arbeit während der Raucherpause passiert ist, nicht anerkannt.

Pflegerin brach sich den Arm

Der Fall: Eine Pflegehelferin in einem Seniorenheim ging 2012 wegen des im Gebäude geltenden Rauchverbots auf eine Zigarette vor die Tür. Auf dem Rückweg zu ihrem Arbeitsplatz stieß sie in der Eingangshalle mit einem Mitarbeiter zusammen. Dieser trug einen Eimer Wasser, der wegen des Zusammenpralls umkippte. Die Klägerin rutschte aus und brach sich bei dem Sturz den rechten Arm. Die Arbeitnehmerin wollte den Unfall als Arbeitsunfall anerkannt haben, da sie am Arbeitsplatz gestürzt sei. Die beklagte Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung eines Arbeitsunfalls allerdings ab. Hiergegen erhob die Arbeitnehmerin Klage.

Rauchen dient nicht der Herstellung und Aufrechterhaltung der Arbeitskraft

Das angerufene Sozialgericht lehnte jetzt auch die Anerkennung des Unfalls als Arbeitsunfall ab. Nach Auffassung der Richter hat das Rauchen mit der Arbeit nichts zu tun. Es besteht laut ARAG Experten auch keine Vergleichbarkeit mit der Nahrungsaufnahme, denn diese dient ja ganz anders als das Rauchen gerade der Herstellung und Aufrechterhaltung der Arbeitskraft (SG Berlin, Az.: S 68 U 577/12).

(Redaktion)


 


 

Raucher
Arbeitsunfall
Rauchverbot
Sozialgericht
Klage
Berufsgenossenschaft
Sozialgericht
ARAG Experten

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Raucher" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: