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Arbeitslosenquote fällt

Bayern einziges Bundesland mit Quote unter 4 Prozent

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist erneut gesunken. Im April waren rund 260.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 27.000 weniger als im Vormonat, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte.

Die Quote fiel um 0,4 Punkte auf 3,9 Prozent. Sie liegt damit erstmals überhaupt in einem April unter der Vier-Prozent-Marke.

Der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt halte an, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern, Ralf Holtzwart. Bayern ist das einzige Bundesland mit einer Arbeitslosenquote unter vier Prozent. Allerdings sei der Anstieg der Beschäftigungszahlen primär durch die Zuwächse der Teilzeitbeschäftigung bedingt. "Jeder fünfte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Bayern arbeitet in Teilzeit", betonte Holtzwart.

Im Vergleich zum Vorjahr fällt der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Bayern noch deutlicher aus. Im April 2010 waren 56.000 Personen mehr als heute arbeitslos gemeldet, die Quote lag vor einem Jahr noch bei 4,8 Prozent.

Fast Vollbeschäftigung bei jungen Leuten

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bezeichnete die Zahlen als "Fortsetzung der Erfolgsgeschichte" auf dem bayerischen Arbeitsmarkt. Besonders erfreut zeigte er sich über die Arbeitsmarktsituation bei den unter 25-Jährigen, hier liegt die Quote bei nur 2,9 Prozent. "Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben wir nahezu Vollbeschäftigung erreicht", stellte Seehofer fest.

Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) sagte, angesichts der Arbeitsmarktzahlen sei Bayern bestens gerüstet für die ab Sonntag geltende vollständige Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus Osteuropa. Die Ängste vor Zuwanderung und Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt nannte Zeil unbegründet. "Die erweiterte Arbeitnehmerfreizügigkeit bietet im Gegenteil mehr Chancen als Risiken, gerade auch mit Blick auf die Linderung des Fachkräftemangels in der bayerischen Wirtschaft", sagte der Minister.

Als erfreulich bezeichnete es Agenturchef Holtzwart, dass alle Regionen Bayerns vom Aufschwung am Arbeitsmarkt hätten profitieren können. "In allen Regierungsbezirken Bayerns liegt die Arbeitslosenquote im April unter fünf Prozent", sagte der Agenturchef. Die besten Zahlen verzeichnen demnach Unterfranken, Niederbayern und Schwaben mit Arbeitslosenquoten von jeweils 3,6 Prozent. Mittelfranken bilde mit 4,9 Prozent weiter das Schlusslicht in Bayern.

(dapd-bay)


 


 

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Bundesagentur für Arbeit

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