23.09.2009  09:22 Uhr

Insolvenz
Arcandor: Quelle-Transfergesellschaft für einen Großteil der Mitarbeiter doch erst ab 2010

Mittelfranken. Gestern schien es noch, als könnten alle von der Kündigung betroffenen Quelle-Mitarbeiter zunächst aufatmen. Nun wird klar: Der Großteil der Belegschaft muss weiter um eine Übergangslösung bangen. Zwar haben sich die Gewerkschaft ver.di, der Quelle-Betriebsrat und die Bundesagentur für Arbeit auf die Einrichtung einer bundesweiten Transfergesellschaft einigen können, zunächst wird jedoch nur rund ein Viertel der betroffenen 3110 Beschäftigten von Quelle auch in diese wechseln.

Für den Wechsel der übrigen Mitarbeiter müssen noch Gelder bei der Europäischen Union beantragt werden, um die dann anfallenden Kosten decken zu können. Die gute Nachricht ist, dass Quelle jene Mitarbeiter, die erst zu Beginn des Jahres 2010 in die Transfergesellschaft wechseln können, wohl bis zum Jahresende weiterbeschäftigen wird.

Das Bundesarbeitsministerium bezifferte die Kosten für das Transfer-Kurzarbeitergeld für die geplante Höchstlaufzeit von sechs Monaten indes auf 12,3 Millionen Euro. Diese Kosten übernehmen die Bundesagentur für Arbeit und das Unternehmen. Hinzu kommen weitere 5,2 Millionen Euro für Weiterbildungsmaßnahmen, die ebenfalls die Bundesagentur übernimmt.



 

(Redaktion)

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