Sie sind hier: Startseite München Aktuell News
Weitere Artikel
Kernkraft

Areva gegen Siemens

Der französische Atomkonzern Areva wirft Siemens vor, „keine Kompetenz, kein Personal, keine Technik und keine Patente“ im Kernkraft-Bereich zu haben. Dies sagte Areva-Chefin Anne Lauvergeon vor dem Finanzausschuss der französischen Nationalversammlung.

Lauvergeon erklärte außerdem, dass sie über das geplante Gemeinschaftsunternehmen von Siemens mit dem russischen Atomkonzern Rosatom nicht besorgt sei. Siemens hatte im Januar den Verkauf seines 34-Prozent-Anteils aus dem gemeinschaftlichen Unternehmen Areva NP bekannt gegeben. Die beiden Konzerne hatten zusammen den Europäischen Druckwasserreaktor (EPR) entwickelt, der derzeit erstmals in Finnland und Frankreich gebaut wird.

Areva NP war im Jahr 2001 als deutsch-französischer Konzern gegründet worden. Eine Klausel im Aktionärspakt schreibt allerdings fest, dass sich Areva und Siemens bei der Atomtechnologie keine Konkurrenz machen dürfen – die Klausel gilt prinzipiell bis 2020. Areva könnte deshalb gegen Siemens klagen. „Gegen diese unilaterale Vertragsverletzung werden wir uns wehren und ein Verfahren fordern“, zitierte die französische Zeitung Le Figaro bereits im März Areva-Unternehmenskreise.


(Redaktion)


 


 

areva
siemens
gemeinschaftsunternehmen
klage
areva np
atomkonzern
kernkraft
aktionärspakt

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "areva" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: