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Augsburger Verlagsgruppe

Kirche will Weltbild-Verlag verkaufen

Die kircheneigene Augsburger Verlagsgruppe Weltbild steht zum Verkauf. Das Unternehmen solle "ohne jeden Verzug entschlossen" veräußert werden, teilte Weltbild am Dienstag mit. Die Gesellschafter hätten die Geschäftsführung mit entsprechenden Maßnahmen beauftragt.

Es ist der Geschäftsführung laut Vollversammlung des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD) nicht gelungen, die "internetgestützte Verbreitung sowie die Produktion von Medien, die den ideellen Zielen der Gesellschafter widersprechen, im eigenen Bereich sowie im Bereich der Unternehmensbeteiligungen hinreichend zu unterbinden". Die Glaubwürdigkeit der Verlagsgruppe und ihrer Gesellschafter habe darunter gelitten, wie die VDD mitteilte.

Die deutschen Bischöfe, die der VDD angehören, bedauerten die "verzerrende und unangemessene Weise der publizistischen Auseinandersetzung mit den anstehenden Fragen namentlich in Medien, die der Kirche nahestehen".

Die Verlagsgruppe steht in der Kritik, weil sie auch erotische und esoterische Literatur vertreibt. Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hatte am Wochenende gefordert, die Kirche müsse sich von dem Unternehmen "radikal trennen".

Die VDD hatte sich am Montag in Würzburg mit der Weltbild GmbH befasst. Der VDD hält 24,2 Prozent der Anteile an der Verlagsgruppe. Die Verlagsgruppe Weltbild ging aus dem 1948 gegründeten katholischen Zeitschriftenverlag Winfried-Werk GmbH hervor.

(dapd-bay)


 


 

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