Sie sind hier: Startseite München Lifestyle
Weitere Artikel
Ausstellung

"Literarische Oktoberfestportraits"

Zum Jubiläum 200 Jahre Oktoberfest zeigt die Monacensia, das Literaturarchiv der Stadt München, Maria-Theresia-Straße 23, vom 14. Juli bis 19. November die Ausstellung “Vorstadtstenz und Wiesnbraut. Literarische Oktoberfestporträts aus zwei Jahrhunderten”.

Das Oktoberfest zelebriert mit aller gebotenen Pracht und Festlichkeit den rauschhaften Ausnahmezustand schlechthin. Der Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy schreibt bereits im Jahr 1831 seiner Familie, dass sein Konzert wegen des Oktoberfestes verschoben werden musste. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als mit „80:000 anderen Leuten” die Theresienwiese zu besuchen, wo man, wie der Schriftsteller Friedrich Hebbel wenige Jahre später feststellt, beste Gelegenheit hat, „sich mit der Bevölkerung der Stadt und ihren Eigentümlichkeiten bekannt zu machen”.

Schriftsteller und Dichter tauchten immer wieder gerne ein in den Taumel
des Oktoberfestes. Als „dramatische Chronisten” übersetzen sie die Freuden, Sehnsüchte, Leidenschaften, Abgründe und ewig-menschlichen Probleme, an denen sie auf dem Oktoberfest teilhaben, in die Sprache der Literatur.

Begegnung mit der wunderbaren Isis

Oskar Maria Graf zum Beispiel erinnert sich in seinen autobiografischen Schriften an seine Begegnung mit der „wunderbaren Isis” im Jahr 1908. Ödön von Horváth findet 1930 auf dem Oktoberfest den Stoff für sein Stück „Kasimir und Karoline”. Der amerikanische Schriftsteller Thomas Wolfe schildert seine Erlebnisse in seinem 1939 erschienenen Roman „Geweb und Fels”. Der Volkssänger Karl Valentin unterhält nach dem Ersten Weltkrieg zusammen mit Bert Brecht eine Schaubude auf dem Oktoberfest und Herbert Achternbusch verarbeitete seine Erfahrungen als Zigarettenverkäufer auf der Wiesn in seinem ersten Erzählband „Hülle” und
einige Jahre später in seinem legendären Film „Bierkampf”.

Litererische Zitate und historische Fotografien

Die Ausstellung verbindet literarische Zitate mit historischen Fotografien und Originaldokumenten von Menschen, denen diese und viele weitere Schriftsteller und Schriftstellerinnen auf dem Oktoberfest begegnet sein
könnten: Schausteller, Riesendamen, Vorstadtstenze, Wiesnbräute ... Die
gezeigten Original-Dokumente und Abbildungen stammen größtenteils
aus dem Besitz der Monacensia. Ergänzt werden sie durch historische
Fotografien aus dem Verlag und Bildarchiv Sebastian Winkler und aus dem
Karlstadt-Valentin-Musäum sowie durch historische Exponate aus dem
Münchner Stadtmuseum.

Die Ausstellung ist vom 14. Juli bis 19. November, Montag bis Mittwoch
von 9 bis 17 Uhr, Donnerstag von 10 bis 19 Uhr und Freitag von 9 bis 15
Uhr in der Monacensia, Maria-Theresia-Straße 23 zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.
Nähere Informationen sowie das Rahmenprogramm sind hier
 abrufbar. Weitere Auskünfte gibt es unter der Rufnummer 41 94 72 15 oder der Email-Adresse [email protected]

(münchen.de)


 


 

200 Jahre Oktoberfest
Schausteller
Monacensia
Ausstellung
Literarische Oktoberfestportraits
Wiesnbraut

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "200 Jahre Oktoberfest" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: