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„bike to the beach“

Amerikaner radeln für den guten Zweck

München ist bekannt für seine zahlreichen Radfahrer, die begeistert in die umweltfreundlichen Pedale treten. Damit durfte sich auch der 28-Jährige Amerikaner Joey Schmitz vertraut machen, als er 2001 ein Studienjahr in München verbrachte. „In München bin ich mehr Rad gefahren, als in den 20 Jahren zuvor in Amerika“, sagt Schmitz.

Wie aber bringt man nur Menschen eines Landes, wo der Liter Benzin umgerechnet 0,44 € kostet, dazu, auf den mühseligen Drahtesel zu steigen? Mit dieser Frage beschäftigte sich Schmitz und gründete 2007 die Nonprofit Organisation „bike to the beach“. Die jährlich am letzten Juli-Wochenende stattfindende 120 Meilen Radtour startet in Washington D.C. und endet im US-Bundesstaat Delaware, am Strand von Bethany Beach. All das für einen guten Zweck. Jeder Teilnehmer spendet pro Tour durchschnittlich 1000 $, der Erlös geht dabei an „Autism Speaks“, die größte Autismus Organisation in den USA.

Seinen Ursprung hat „bike to the beach“ jedoch früher. Als der damals 18-Jährige Joey Schmitz und sein Freund Ben Dalley 1999 an den Strand wollen, um Freunde zu treffen, verwehrt ihnen Schmitz´ Vater, das Familienauto zu benutzen. Kurzerhand entschließen sich die beiden Jungs, auf die Räder zu steigen. Im darauffolgenden Jahr kommt Joeys Bruder Tommy Schmitz hinzu und fortan erweitert sich die Tour jedes Jahr um zwei bis drei Teilnehmer. Bis die drei Amerikaner 2007 beschließen, für den guten Zweck zu radeln und eine Organisation zu gründen.

Die erste Tour als Nonprofit Organisation startete im Juli 2007 mit 20 Teilnehmern. Dieses Jahr konnten bereits 180 gezählt werden und für 2010 erwarten die Gründer bis zu 500 Teilnehmer.

„Fahrradfahren ist gesund und umweltfreundlich und wir wollen mit unserer Organisation so viele Amerikaner wie möglich dazu bringen, das Rad in ihren Alltag zu integrieren“, sagt Schmitz.

Und das Ziel der Organisation hält Einzug in den American way of Life. „Leute, die an „bike to the beach“ teilnahmen, treffen sich mittlerweile privat, um gemeinsame Radtouren zu unternehmen. Darüber hinaus bekommen wir fast täglich Anrufe, wo man uns nach bike shops, etc. fragt“, sagt Schmitz. Dabei sind die Teilnehmer nicht nur von Natur aus Sportbegeisterte. „Viele besaßen zuvor noch nicht einmal ein Rad“, weiß der Gründer. 

Die Organisation bekommt derzeit viel Aufmerksamkeit. Fernsehauftritte, Medienberichte und auch die Zahl der Sponsoren steigt stetig. 2007 konnte eine Spendensumme in Höhe von 24.000 $ gezählt werden, dieses Jahr waren es bereits über 200.000 $. Bilanz: steigend.

(Nurcan Özdemir)


 


 

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