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Autoversicherung

Preisvergleiche lohnen sich in diesem Jahr ganz besonders

In diesem Jahr ist das Thema Autoversicherung besonders vertrackt: Die Preise ziehen an. Gleich­zeitig führen viele Anbieter neue Schadenfrei­heits-klassen ein, die Ersparnis versprechen. Ein Preisvergleich mithilfe des aktuellen Tests oder der individuellen Analyse der Stiftung Warentest lohnt sich in diesem Jahr ganz besonders.

Viel Geld sparen mit der richtigen Police

Viele hundert Euro gespart – so ging es allen Modell­kunden, für die Finanztest branchenweit die Beiträge abgefragt hat: Bei einer jungen Familie, die für ihr Auto eine Vollkaskoversicherung abschließen will, lagen das günstigste und das teuerste Angebot satte 717 Euro auseinander. Bei einem Rentner waren es sogar 857 Euro Unterschied. Grund der Preisdifferenzen: Die Versicherer unterscheiden stark nach individuellen Risikoprofilen ihrer Kunden. Eine Rolle spielen das Alter des Versicherten, sein Beruf, der Arbeitgeber und auch die Frage, wie viele andere Fahrer den Wagen benutzen. Ebenfalls von Bedeutung: Parkt der Wagen in einer Garage und wie alt ist er? Hat der Versicherte eine Bahncard und wohnt er im eigenen Haus? All dies wirkt sich auf den Preis aus – und das bei jedem Anbieter auf andere Art und Weise.

Individuelle Analyse ist bequem und schnell

Billiger wird es für „gute Risiken“ – wie es im Versicherungsdeutsch heißt. Das sind zum Beispiel langjährig unfallfreie Fahrer oder selten fahrende Singlefrauen. Teurer hingegen wird es für „schlechte Risiken“. Dazu zählen zum Beispiel Vielfahrer oder Familien, in denen junge Leute den Wagen der Eltern mitbenutzen dürfen. Die Experten von Finanztest haben diese Zusammenhänge untersucht und eine große Tabelle erstellt, mit der jeder seinen besten Tarif finden kann. Wer es sich noch bequemer machen will, sollte die individuelle Analyse Autoversicherung der Stiftung Warentest nutzen. Sie ermittelt sofort das individuell beste Angebot und enthält bereits die neuen Tarife, die die Versicherer für das Jahr 2012 anbieten.

Der Preiskampf der Versicherer

Ursache der aktuell steigenden Beiträge ist der intensive Preiskampf der vergangenen Jahre. Der harte Wettbe­werb war für einige Versicherer sogar ruinös: Der Anbieter Ineas ging im Sommer 2010 pleite. Für viele Anbieter seien Autoversicherungen zum Zuschussgeschäft geworden, klagt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Die Autoversicherung gilt in der Branche als Einstiegsvertrag. Wer einen Pkw zulassen will, braucht zumindest die Kfz-Haftpflichtpolice. Und die Versicherer setzen darauf, dass sie einem neuen Kunden dann später lukrativere Verträge verkaufen können.

Neue Schadenfreiheitsklassen bringen keine Ersparnis

Für Kunden, die einen neuen Vertrag abschließen, führen viele Anbieter neue Schadenfreiheitsklassen ein. Bisher endete die Rabattstaffel in der Kfz-Haftpflichtversicherung meist bei SF 25, in der Regel waren dann 30 Prozent vom Grundbeitrag fällig. Künftig verlängert sie sich bis SF 35, für die einige Versicherer dann nur 20 Prozent Beitragssatz vorsehen. Zudem werden den Klassen jetzt ganz andere Beitragssätze zugeordnet. In jeder einzelnen SF-Klasse senken die Versicherer den Prozentsatz. Bedeutete zum Beispiel SF 16 bislang bei den meisten Anbietern, dass 40 Prozent des Grundbeitrages fällig werden, sind es nach dem neuen Modell oft 30 Prozent. Das klingt toll, heißt aber noch lange nicht, dass der neue Beitrag auch tatsächlich um ein Viertel günstiger ist. Denn um nicht gewaltig ins Minus zu rutschen, heben die Gesellschaften gleichzeitig die Beiträge im Durchschnitt an. Am Ende kommen sie so zumindest auf die gleichen Einnahmen wie vor der Umstellung. Manches fällt dann auch komplett weg: So gibt es den Rabattretter, der nach einem Unfall den alten Beitragssatz sichert, künftig in der Regel nicht mehr.

Neues Rabattsystem nur Zahlenkosmetik

Das neue Rabattsystem gilt vorerst nur für Neuverträge. Bestandskunden können also in ihrem alten Vertrag bleiben. Ob das sinnvoll ist, lässt sich jedoch pauschal nicht sagen. Das kann nur ein individueller Vergleich zeigen. Für die meisten Kunden sind die neuen, niedrigeren Prozentsätze nichts anderes als Zahlenkosmetik. Da bleibt nur der Rat: Nicht auf niedrige Prozente schauen, sondern auf den Jahresbeitrag in Euro und Cent – und auf die im Vertrag enthaltenen Leistungen. Denn auch da gibt es gewaltige Unterschiede.

Nicht zu lange mit dem Wechsel warten

Finanztest hat 152 Tarife von 73 Versicherern untersucht und präsentiert die Ergebnisse – Leistungen, Bedingungen und Preisniveau der Versicherer – übersichtlich in einer ausführlichen Tabelle. So kann jeder Autofahrer schnell nachsehen, was ihm wichtig ist und die entsprechenden Tarife finden sowie die Gesellschaften, die diese Leistungen preisgünstig anbieten. Dort kann er dann Angebote einholen.

Tipp: Wenn Sie mithilfe der Testtabelle oder der individuellen Analyse einen passenden neuen Tarif gefunden haben, dann warten Sie mit dem Wechsel nicht zu lang. Die meisten Kfz-Policen können zum Jahresende gekündigt werden. Das Schreiben muss bis 30. November beim Versicherer sein. Bei Internetversicherern reicht oft schon eine E-Mail, lassen Sie sich aber eine Kündigungsbestätigung mailen oder per Post zuschicken. Wer ganz sicher gehen will, schickt die Kündigung per Einschreiben. Einige Versicherer lassen die Verträge aber auch taggenau ein Jahr nach Vertragsabschluss enden. Dann kann der der Kunde nur zu diesem Termin kündigen.

Hier finden Sie weitere Tipps zur Autoversicherung

(test.de)


 


 

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