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Bayerisches Hochschulwesen

vbw stellt Studie für mehr Exzellenz an bayerischen Hochschulen vor

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat die Studie „Mehr Exzellenz an bayerischen Hochschulen“ vorgestellt. Die Studie wurde von CHE Consult erarbeitet und beinhaltet eine umfassende Analyse und vielfältige Handlungsempfehlungen für Lehre und Forschung im bayerischen Hochschulwesen.

60 namhafte internationale Experten aus Hochschulen, Politik, Verwaltung und Unternehmen waren an dem Projekt beteiligt.

„Hochschulpolitik ist Standortpolitik. Bayerns Hochschulen sind gut aufgestellt, aber andere Länder der Bundesrepublik haben aufgeholt. Daher müssen wir aktiv werden“, begründete vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die Initiative der vbw. Als Beispiel dafür, dass es an der Spitze immer enger werde, nannte Brossardt die Exzellenzinitiative, mit der die Bundesregierung Spitzenforschung an deutschen Hochschulen fördert. „Hier haben sich die bayerischen Hochschulen erfolgreich positioniert. Dennoch liegen wir mit 199 Millionen Euro an erhaltenen Mitteln klar hinter Baden-Württemberg mit knapp 302 Millionen Euro und nur noch hauchdünn vor Nordrhein-Westfalen.“

Die Studie beleuchtet sieben Bereiche, aus denen insgesamt 49 Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Zur Steigerung der Qualität in der Lehre empfiehlt die Studie beispielsweise, den Hochschulpakt langfristig anzulegen und den Hochschulpakt II durchzufinanzieren. Karrierewege für Wissenschaftler müssten flexibler gestaltet und zusätzliches Lehrpersonal aus nichtstaatlichen Finanzierungsquellen nicht auf das Lehrdeputat angerechnet werden. Im Forschungsbereich seien Qualitätssteigerungen möglich, indem Bayern die Kooperationsfähigkeit der Hochschulen mit der außeruniversitären Forschung stärkt und mit seiner Förderung die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt, von der Grundlagenforschung in den Hochschulen bis zur anwendungsorientierten Produktentwicklung.

Schließlich müsse das Hochschulsystem organisatorisch weiterentwickelt werden. „So brauchen die Hochschulleitungen zukünftig die volle Kompetenz für alle Personalentscheidungen. Außerdem wird für eine neue Form der Personalentwicklung im Hochschulwesen geworben. Eine gemeinsame Führungsakademie von Hochschulen und Ministerium böte die Chance, die Mitarbeiter noch besser auf die zukünftigen Herausforderungen vorzubereiten“, sagte Brossardt. Er zeigte sich erfreut, dass das Wissenschaftsministerium und Vertreter der Hochschulen so intensiv an der Erarbeitung der Studie unter Federführung von Herrn Prof. Müller-Böling (CHE Consult) mitgewirkt haben. Im Rahmen des Pressegesprächs wurde die Studie an Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch übergeben. Heubisch sagte: „Die Studie gibt wichtige Impulse, wie die bayerischen Hochschulen im internationalen Wettbewerb noch besser werden können. Dass die Studie dabei viele Anregungen für Verbesserungen in der Lehre liefert, hat mich besonders gefreut.“

(vbw)


 


 

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