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Bayerische Brauereien

Tag des deutschen Bieres am 23. April

Bayerische Brauereien setzen auf unverfälschten Bier-Geschmack

Am 23. April wird der Tag des deutschen Bieres gefeiert, der an das im Jahr 1516 erlassene bayerische Reinheitsgebot erinnert. Und noch heute ist der Freistaat ein Land der Biertradition und Bierkultur: Mit 47,6 Prozent hatten knapp die Hälfte aller deutschen Braustätten 2009 ihren Sitz in Bayern. Diese erzielten mit 22,3 Millionen Hektolitern den zweithöchsten Bierabsatz unter den Bundesländern. Wie das  Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, folgten die bayerischen Brauereien nur bedingt dem Trend zu Biermischgetränken. Der Anteil dieser, nicht dem Reinheitsgebot entsprechenden „Buntbiere“ lag im vergangenen Jahr mit 2,4 Prozent des gesamten Bierabsatzes deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 4,1 Prozent.

Der Tag des deutschen Bieres erinnert an das Reinheitsgebot, das der bayerische Herzog Wilhelm IV. am 23. April 1516 in Ingolstadt  verkündete und nach dem noch heute in Deutschland Bier gebraut wird. - Auch heute noch ist der Freistaat ein Land der Biertradition:
Mit einem Anteil von 47,6 Prozent hatte knapp die Hälfte aller deutschen Braustätten ihren Sitz in Bayern. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anhand von Ergebnissen der Biersteuerstatistik weiter mitteilt, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 631 Braustätten im Freistaat betrieben, eine Brauerei mehr als im Vorjahr (2008: 630). Der im Jahr 1993 einsetzende Brauereischwund konnte damit, nachdem die Zahl der betriebenen
Braustätten im dritten Jahr in Folge nahezu konstant blieb, vorerst gestoppt werden. Vor 20 Jahren waren noch fast zwei Drittel (1989: 64,9 Prozent) aller deutschen Brauereienin Bayern zu finden.

Mit 22,3 Millionen Hektolitern erzielten die bayerischen Brauereien im bundesweiten Vergleich 2009 erneut den zweithöchsten Bierabsatz (Anteil 22,3 Prozent) hinter ihren nordrhein-westfälischen Kollegen (24,2 Millionen Hektoliter). Während der Bierabsatz im Vorjahresvergleich
bundesweit um durchschnittlich 2,8 Prozent sank, fiel der Rückgang bei den bayerischen Brauereien mit einem Minus von 1,6 Prozent etwas geringer aus.

Auch die Bierkultur wird im Freistaat groß geschrieben: Biermischgetränke - also Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen - konnten seit
1998 ihren Marktanteil am gesamtdeutschen Bierabsatz von 1,1 Prozent (1,2 Millionen Hektoliter) bis ins Jahr 2009 auf 4,1 Prozent (4,1 Millionen Hektoliter) annähernd vervierfachen. Deren Anteil am bayerischen Bierabsatz war im vergangenen Jahr hingegen mit lediglich 2,4
Prozent nur etwas mehr als halb so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Damit setzte eine bayerische Braustätte im Durchschnitt nur 800 Hektoliter der nicht dem Reinheitsgebot entsprechenden „Buntbiere“ ab. Dass die bayerischen Brauereien überwiegend die traditionelle Braukunst bewahren, dürfte nicht zuletzt an der bayerischen  Brauereivielfalt mit ihren kleineren Betriebsgrößen liegen.

Im Bierabsatz ist neben der Eigenproduktion der Brauereien auch das in Deutschland sowie in den Ländern der Europäischen Union hinzu gekaufte Fremdbier enthalten. Alkoholfreies Bier oder Malztrunk (mit einem Alkoholgehalt bis 0,5% vol.) unterliegen nicht der Biersteuer.
Für die (meist in Flaschen als fertige Mischung angebotenen) Biermischgetränke hingegen fällt sogar für den enthaltenen Limonadenanteil Steuer an. Für die Höhe der Biersteuer entscheidend
ist der Stammwürzegehalt des Bieres (in Grad Plato) bzw. der Zuckergehalt der beigemischten Limonade.

(Bayerisches Landesamt für Stat)


 


 

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