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Energieversorgung

"Stromimporte aus Tschechien nach Bayern nötig"

Im Zuge der Energiewende wird Bayern nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Martin Zeil auf Strom aus dem umstrittenen tschechischen Atomkraftwerk Temelín angewiesen sein.

Zwar sei der Anspruch des Freistaats, "dass wir auch weiter dauerhaft und zuverlässig in Bayern soviel Strom produzieren können, wie wir brauchen", sagte der FDP-Politiker der Nachrichtenagentur dapd in München. "Aber es wird Phasen geben - und es hat sie im letzten Jahr schon gegeben - da fließt Strom aus französischen Kernkraftwerken, tschechische Kernkraftwerken, polnischen und belgischen Kohlekraftwerken in den deutschen und bayerischen Stromnetzen."

Seit der ersten Abschaltung ist Deutschland abhängig von Stromimporten

Schon seit März 2011, als mit dem Moratorium acht Kernkraftwerke dauerhaft vom Netz gegangen sein, sei Deutschland in stärkerem Maße auf Stromimporte angewiesen. "Wir sind vom Netto-Stromexporteur per Saldo zum Stromimporteur geworden", sagte der Minister. Im Interesse der Versorgungssicherheit müsse das Bestreben Bayerns aber sein, eine dauerhafte, strukturelle Importabhängigkeit zu vermeiden.

Der Minister wies Vorwürfe der bayerischen Opposition, die Staatsregierung treibe die Energiewende nicht ausreichend voran, zurück: "Es gibt in Deutschland kein Bundesland, das so weit ist wie Bayern", betonte Zeil und fügte hinzu: "Wir haben schon am 24. Mai ein Energiekonzept verabschiedet - ein solches Konzept in dieser Form und Detailliertheit gibt es nirgends."

(dapd-bay)


 


 

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