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Berufsorientierung

Bayern startet gemeinsam mit Bundesagentur für Arbeit neue Initiative zur besseren Berufsorientierung

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat heute in München gemeinsam mit dem Chef der Bundesagentur für Arbeit in Bayern Rainer Bomba zum Schuljahresstart 2009 / 2010 eine neue Initiative zur besseren Berufsorientierung junger Menschen in Bayern vorgestellt und das Ziel bekräftigt, auch 2009 für jeden Jugendlichen in Bayern ein konkretes Angebot für einen guten Berufseinstieg machen zu können.

Horst Seehofer: „Rein rechnerisch gibt es in Bayern bereits heute mehr Ausbildungsplätze als Lehrstellensuchende. Darauf können wir stolz sein. Klar ist aber auch: Wir müssen unsere Anstrengungen weiter steigern. Denn noch nicht jeder Jugendliche in allen bayerischen Regionen hat tatsächlich einen Ausbildungsvertrag in der Tasche. Wir wollen das nicht hinnehmen und haben uns für die nächsten Jahre vorgenommen, die Jugendarbeitslosigkeit in Bayern vollständig zu beseitigen. Deshalb müssen wir in den nächsten Wochen und Monaten unseren Einsatz nochmals intensivieren und dabei auch neue Wege gehen, um es allen Jugendlichen zu ermöglichen, auf dem Arbeitsmarkt mit einer guten Ausbildung Fuß zu fassen."

Rainer Bomba, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern, betonte: „Allein aufgrund der demografischen Entwicklung können wir es uns in Bayern nicht leisten, auch nur einen Jugendlichen auf der Strecke zu lassen. Deshalb haben wir gemeinsam mit der bayerischen Staatsregierung die Berufsorientierung erheblich intensiviert und mit den Arbeitsmarktpartnern besser koordiniert. Ziel ist es hierbei, junge Menschen rechtzeitig für ein Studium oder eine Ausbildung zu interessieren und damit gleichzeitig die Abbrecherquote zu reduzieren. Im Rahmen von vier Pilotprojekten wird die Berufsorientierung als wesentlicher Bestandteil nun fest in den Schulen verankert."

Die neue Initiative zur besseren Berufsorientierung ist, so Seehofer, exemplarisch für die hervorragende Zusammenarbeit und den engen Schulterschluss von Freistaat, Wirtschaftskammern und Bundesagentur für optimale Berufsbildungschancen in Bayern.

Seehofer: „Mit zusätzlichen Mitteln und dem gesamten Sachverstand der Bundesagentur für Arbeit werden wir ab dem kommenden Schuljahr die Zusammenarbeit zwischen den Schulen, der Wirtschaft und der Bundesagentur für Arbeit weiter verbessern. In einer ersten Pilotphase sind dafür die Regionen Würzburg, Schwandorf, Deggendorf und Memmingen ausgewählt. Eines ist klar: Die richtige Berufswahl und eine gute Berufsausbildung sind das beste Fundament für ein erfülltes Berufsleben, für Wohlstand und gute Perspektiven über das gesamte Arbeitsleben hinweg."

Hier setzt, so Seehofer, die bundesweit einmalige Initiative zur besseren Berufsorientierung an. Seehofer: „Junge Menschen sollen bei der Wahl ihrer Ausbildung sich selbst, aber auch die Anforderungen der Ausbildung realistisch einschätzen. So können Enttäuschungen, Ausbildungsplatzwechsel und teure Ausbildungsabbrüche vermieden werden. Die richtige Berufsorientierung zeigt den jungen Menschen auch bisher ungeahnte Chancen auf: Mehr als die Hälfte der Mädchen und ein Drittel der Buben wählen eine von jeweils zehn der angebotenen etwa 500 betrieblichen Ausbildungen. Gute und richtige Berufsorientierung dient daher auch einer Erweiterung der Bandbreite bei der Berufswahl, eröffnet neue Chancen und kann in der Folge auch zu einem Bewusstseinswandel in ganzen Branchen führen, wenn beispielsweise Mädchen verstärkt in technischen oder Buben in sozialen und pädagogischen Berufen Fuß fassen und einen anderen Blickwinkel einbringen. Das wollen wir verstärkt anstoßen. Genauso wie wir uns vornehmen, jedem Jugendlichen seinen Ausbildungsplatz, wollen wir für jeden freien Ausbildungsplatz den richtigen und voll motivierten jungen Menschen finden."

Seehofer appellierte auch an alle Jugendlichen, die zum 1. September noch keinen Ausbildungsvertrag unterschreiben konnten, am Ball zu bleiben. Seehofer: „Der Zug für das Ausbildungsjahr 2009 / 2010 ist noch lange nicht abgefahren. Gemeinsam mit den Kammern, vielen Unternehmen in Bayern und der Bundesagentur werden wir uns im Nachvermittlungszeitraum bis Ende des Jahres noch einmal kräftig ins Zeug legen. Also: Meldet euch bei der Bundesagentur und lasst nicht locker! Viele Unternehmen suchen noch Auszubildende. Gemeinsam mit Arbeitsagenturen und den Kammern eröffnen sich Euch vielleicht Perspektiven, die Ihr noch nicht im Auge hattet!" Vor allem viele mittelständische Unternehmen und das Handwerk sparen laut Seehofer auch in der Krise nicht bei der Ausbildung.

(Redaktion)


 


 

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