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Weniger Treibhausgas-Emissionen pro Kopf in Bayern

Im Jahr 2006 lagen die Emissionen der drei bedeutendsten Treibhausgase CO2, Methan (CH4) und Distickstoffoxid (N20) in Bayern bei rund 97 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. Bezogen auf die Bevölkerung Bayerns entsprach dies nach Mitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung Pro-Kopf-Emissionen von rund 7,8 Tonnen. Insgesamt war damit seit Mitte der 90er Jahre ein Rückgang der Treibhausgase um rund neun Prozent zu verzeichnen.

Nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder (AK UGRdL), dem auch das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung angehört, lagen die Emissionen der drei wichtigsten Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Distickstoffoxid (N2O) in Bayern im Jahr 2006 bei rund 97 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. Bezogen auf die Bevölkerung Bayerns entsprach dies Pro-Kopf-Emissionen von rund 7,8 Tonnen.

Insgesamt war seit Mitte der 90er Jahre ein Rückgang der Treibhausgas-Emissionen um rund 9 Prozent zu beobachten, obwohl sich zugleich die Wirtschaftsleistung um gut ein Drittel erhöhte. Der Rückgang der Emissionen ist zu einem großen Teil auf die Reduzierung des jährlichen Methanausstoßes zurückzuführen, der sich seit 1995 besonders durch die stark eingeschränkte und schließlich eingestellte Deponierung organischer Abfälle um rund 28 Prozent auf 7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente verringerte.

Die energiebedingten CO2-Emissionen machten 2006 mit rund 82 Millionen Tonnen etwa 85 Prozent der Treibhausgasemissionen in Bayern aus. Der Verkehrssektor hatte mit rund 30 Millionen Tonnen den größten Anteil (gut ein Drittel) an den energiebedingten CO2-Emissionen. Diese gingen insgesamt von 1995 bis 2006 um rund 7 Prozent zurück. Die Distickstoffoxid-Emissionen sanken im selben Zeitraum um 9 Prozent auf rund 8 Millionen Tonnen. Rund 83 Prozent der 2006 in Bayern verursachten Methan-Emissionen waren auf die Viehhaltung in der Landwirtschaft zurückzuführen. Die Energie- und Wärmegewinnung verursachten insgesamt 9,4 Prozent der gesamten Methangasemissionen in Bayern. Den vergleichsweise geringsten Anteil hatte mit 0,4 Prozent der Sektor Verkehr.

Eine Tonne Methan bewirkt einen um den Faktor 21, Distickstoffoxid sogar um den Faktor 310 höheren Treibhauseffekt in der Atmosphäre als die vergleichbare Menge CO2. Zu den Distickstoffoxid-Emissionen trug im Jahr 2006 ebenfalls in erster Linie der Sektor Landwirtschaft mit einem erheblichen Anteil von rund 87 Prozent bei, vorwiegend verursacht durch die Nutzung landwirtschaftlicher Böden. Auch in den Bereichen Abwasserbeseitigung und Kompostierung, Verkehr, Feuerungsanlagen sowie Prozess- und Produktanwendungen wurde N2O emittiert. Der Anteil dieser Sektoren am Gesamtausstoß lag im Jahr 2006 zwischen zwei und fünf Prozent.

(Redaktion)


 


 

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