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BDU-Studie

"Personalberatung in Deutschland 2009/2010"

Personalberater sehen ihr Suchgeschäft wieder im Aufwind

Qualifizierte Führungskräfte und Spezialisten werden vermehrt international gesucht und direkt angesprochen - Finanz- und Wirtschaftskrise machte der Branche im Jahr 2009 sehr zu schaffen

Nach einem kräftigen Umsatzrückgang im Jahr 2009 sehen sich die deutschen Personalberater im laufenden Jahr wieder im Aufwind. Die Nachfrage der Unternehmen nach Unterstützung bei der Suche und Auswahl von Fach- und Führungskräften soll 2010 gerade in den für die Personalberater besonders wichtigen Branchen des Verarbeitenden Gewerbes und des Finanzwesens stärker ausfallen als zuletzt. Trend dabei ist, geeignete Kandidaten vermehrt international zu suchen und direkt anzusprechen. Dies sind zentrale Ergebnisse der Marktstudie "Personalberatung in Deutschland 2009/2010", die der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) heute bei seiner Pressekonferenz im Rahmen des 12. Deutschen Personalberatertages auf dem Petersberg bei Bonn vorgestellt hat. 2009 ist der Umsatz in der Personalberatungsbranche um rund 26 Prozent von 1,49 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf 1,1 Milliarden Euro gesunken.

Für das Geschäftsjahr 2010 zeigen sich die deutschen Personalberater mehrheitlich aber wieder optimistisch. Rund drei Viertel der Personalberatungsfirmen geben in der Befragung zur Marktstudie an, dass sie im laufenden Jahr mit steigenden Umsätzen rechnen. Bei zutreffender Prognose der Studienteilnehmer würde der Gesamtumsatz der Branche um elf Prozent auf 1,22 Milliarden Euro ansteigen. Der BDU-Geschäftsklima-Index für Personalberater stieg im März 2010 auf 15,6. Dies ist der höchste Wert seit Mitte 2008. "Die verbesserte Stimmung in Wirtschaft und Industrie ist spürbar. Und wo die Unternehmen Wachstumsaussichten sehen, werden auch Führungskräfte und Spezialisten gesucht", so Dr. Wolfgang Lichius, Vorsitzender des BDU-Fachverbandes Personalberatung. Ein Umsatzschub wird besonders aus dem Verarbeitenden Gewerbe sowie dem Finanzwesen erwartet. Aus Branchen also, die für das Geschäft der Personalberater besonders wichtig sind, die im Jahr 2009 aber besonders hart von der Konjunkturkrise betroffen waren.

Suche erfolgt zunehmend mehrkanalig

Nach Einschätzung der Personalberater entwickelt sich die Suche nach qualifizierten Kandidaten zunehmend mehrkanalig. Neben den "klassischen" Methoden der Direktansprache und der Print- sowie Online-Anzeigen gewinnen soziale Netzwerke und das Echtzeitweb an Bedeutung. Rund 90 Prozent der Personalberater stimmen weiterhin der Studienthese zu, dass sie die Kandidatensuche immer mehr ins Ausland ausweiten.

Personalkarussell in den Unternehmen zu Beginn 2009 ohne Schwung

In den ersten Monaten 2009 ist das Personalkarussell in vielen Branchen fast völlig zum Erliegen gekommen. Überrascht von der großen Wucht der rasant einbrechenden Konjunktur, vertagten viele Klienten der Personalberater ihre geplanten Mitarbeitereinstellungen. Folge: Ein Umsatzminus in der Personalberatungsbranche von 26,2 Prozent und ein Rückgang auf 1,1 Milliarden Euro (Umsatz 2009: 1,49 Milliarden Euro). In allen Größenklassen mussten jeweils mehr als Zweidrittel der Personalberatungsgesellschaften sinkende Umsätze verkraften. Der BDU-Geschäftsklima-Index für Personalberater tendierte ab Ende 2008 viermal in Folge ins Minus und zeigte erst im September 2009 mit dem Anstieg des Indexwertes von - 17,8 (Juni 2009) auf + 2,9 eine Trendwende.

Honorare stabil gehalten

Besonders im Kerngeschäft der Personalberater - der Suche und Auswahl von Fach- und Führungskräften - fielen die Umsatzeinbußen 2009 mit rund 30 Prozent kräftig aus. Der hier erzielte Anteil am Branchengesamtumsatz sank von 1,32 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf 915 Millionen Euro. Die schleppende Projektvergabe der Klientenunternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe oder dem Kreditwesen hat maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen. So gingen beispielsweise die Umsätze im Fahrzeugbau um 54 Prozent auf 88 Millionen Euro und im Maschinenbau um 44 Prozent auf 120,5 Millionen Euro zurück. Trotzdem ist es den Personalberatern gelungen, ihre Honorare stabil zu halten. Wie im Vorjahr beträgt die durchschnittliche Honorarhöhe 25 Prozent des Zieleinkommens des zu suchenden Kandidaten.

(Redaktion)


 


 

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