Weitere Artikel
Apple in der Kritik

Apple speichert Bewegungsprofile

Der Computer-Konzern Apple ist auf der ganzen Welt in die Kritik geraten. Sein iPhone und sein iPad speichern die Standorte der Nutzer, ohne dass die Kunden etwas davon wissen.

Wie RP online berichtet, reagieren Datenschützer und Politiker entsetzt auf Apples Datenspeicherung. Der deutsche Datenschutz-Beauftragte Peter Schaar brachte zum Ausdruck, dass die Speicherung von Standortdaten ohne Kenntnis der Betroffenen nicht zulässig sei.

Das Bundesverbraucherministerium und US-Senator Al Franken forderten Apple bereits auf, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Bislang hat der Konzern sich allerdings noch nicht geäußert. Das Problem an der Sache ist, dass Handy-Besitzer der Verarbeitung und Weitergabe von anonymisierten Ortungsdaten an Apple und seine Partner im Vertrag für das iPhone zustimmen.

Was genau macht Apple?

Mobile Geräte von Apple speichern, wann ihr Nutzer wo steht und legen diese Daten dann in einer versteckten Datei auf dem Handy bzw. Computer ab. Betroffen davon sind das Handy iPhone und das iPad mit 3G, also einer Sim-Karte eines Netzbetreibers. Bei der Synchronisierung der mobilen Geräte mit dem heimischen Computer der Apple-Kunden über iTunes werden alle Ortungsdaten in einer versteckten Datei mit dem Namen consolidated.db gespeichert.

Wofür sammelt Apple die Daten?

Noch ist unklar, wozu Apple die Informationen nutzen will. Experten vermuten, dass Apple die Daten sammelt, um sie künftig für die gezielte Platzierung von Werbung zu nutzen.
Außerdem lassen sich mit den Daten und einer einfachen Software auch genaue Bewegungsprofile erstellen. Orte, die ein Apple-Kunde besonders oft aufsucht, können somit ermittelt werden. 

Wie kann man sich gegen die Datenspeicherung schützen?

Die Aufzeichnung der Daten lässt sich bisher leider auf dem iPhone oder dem iPad nicht abschalten. Solang die Geräte im Stand-by-Betrieb sind, werden die geografischen Daten registriert. Das Gerät auszuschalten ist momentan die einzige Möglichkeit sich gegen die Ortung zu schützen. Um sich wenigstens vor unerwünschter Weitergabe zu schützen, sollte man das von iTunes angelegte Backup der iPhone- oder iPad-Daten verschlüsseln.

(Redaktion)


 


 

Datenspeicherung
Bewegungsprofile
Smartphone
iPad
Datenschützer
Peter Schaar
Bundesverbraucherministerium
Synchronisierung

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Apple" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: