14.02.2012  14:08 Uhr

Bewerbung
Richtig bewerben im modernen Arbeitsumfeld

SaarLorLux. Bewerber auf ausgeschriebene Jobangebote aller Art möchten sich in ihrem Bewerbungsschreiben möglichst gut präsentieren. Mitarbeiter der Personalabteilung sehen sich so unzähligen, teils sehr ähnlichen Bewerbungsschreiben gegenüber. Wie lenkt man in dieser Konkurrenzsituation die Aufmerksamkeit auf sich, ohne plump zu sein?

Gerade bei Großunternehmen mit Hunderten von Bewerbungen auf eine freie Stelle ist das Herausfiltern geeigneter Bewerber nicht immer einfach. Und auch unter den Arbeitssuchenden herrscht Unsicherheit, nach welchen Grundlagen eine optimale Bewerbung einzureichen ist. Neben formalen Rahmenwerten stellt sich vor allem die Frage der inhaltlichen Ausarbeitung – und ob im Arbeitsumfeld des 21. Jahrhunderts noch Faktoren entscheidend sind, die bereits vor Jahrzehnten in Bewerbungsschreiben obligatorisch waren.

Mit dem folgenden Überblick sollte das Verfassen zeitgemäßer Bewerbungsschreiben jedoch mühelos möglich werden.

Sich auf den ersten Blick als geeigneter Kandidaten präsentieren

Wie viele Bewerber aus leidiger Erfahrung wissen, hilft ein standardisiertes Anschreiben bei der Stellenbewerbung kaum weiter. Gerade bei der Bewerbung auf höhere Positionen sollte es zu einer persönlichen Darstellung der eigenen Leistungen und der bisherigen Karriere kommen – schließlich hat der Bewerber im Idealfall schon viele individuelle Referenzen vorzuweisen.

Eine prägnante Darstellungsform ist hierbei ein wesentliches Kriterium, da zahlreiche Personalentscheider ohnehin erst einen Blick auf Zeugnisse und Referenzen werden, bevor sich näher mit dem persönlichen Anschreiben des Bewerbers befasst wird. Die geeignete fachliche Qualifikation dominiert bei der Vorauswahl von Bewerbern die persönliche Eignung, so dass mit nur wenigen Blicken klar werden sollte, was die eigenen Fähigkeiten und Leistungen sind.

Individuelle Anforderungen beachten

Ob und wie von gängigen Bewerbungsschreiben Abstand genommen werden sollte, ist oftmals auch der Stellenausschreibung selbst zu entnehmen. Viele Personalentscheider machen hier nicht nur explizit deutlich, welche Fähigkeiten oder Referenzen erwartet werden, sondern wünschen auch einen bestimmten Aufbau des Bewerbungsschreibens. Wer sich an diese Grundlagen hält, wird zumindest nicht gleich bei der Vorauswahl aussortiert.

In sämtlichen Elementen der Bewerbung ist es dabei empfehlenswert, nicht alleine vergangene Leistungen in den Vordergrund zu stellen, sondern seinen Blick in die Zukunft zu werfen. Bereits erworbene Fähigkeiten sollten um solche ergänzt werden, die man in der näheren Zukunft erwerben möchte, auch die individuell erhofften Zukunftsperspektiven können - sofern in einem realistischen Rahmen gehalten - in die Bewerbung einfließen.

Formal korrekt und inhaltlich angemessen bleiben

Die formale Ebene wird von vielen Bewerbern unterschätzt, hat jedoch an Bedeutung nicht verloren. Vor allem das Sprachliche nimmt einen immens hohen Stellenwert ein, Rechtschreibfehler sind unter allen Umständen aus der Bewerbung zu verbannen. Selbst wer sich lediglich auf eine Arbeitsstelle in der Produktion bewirbt, sollte vor dem Absenden seiner Bewerbung andere Menschen über Formulierungen und Sprache schauen lassen - in höheren Positionen oder bei Bürotätigkeiten gilt eine eigene, entsprechende Qualifikation als unverzichtbar.

Auch die inhaltliche Ausgestaltung sollte in einem angemessenen Rahmen bleiben, z.B. bei persönlichen Angaben wie Vorlieben und Hobbys. Berufsberaterin Ute Glaubitz rät in einem Spiegel-Interview, dezent auf private Interessen mit einer Verbindung zum Berufsleben hinzuweisen, ein Bewerbungsschreiben aber natürlich nicht als „Ersatz für ein Tagebuch oder eine Lebensbeichte“ zu verwenden.

Moderne Personalentscheider reagieren schließlich nicht mehr auf Schlüsselreize bestimmter Hobbys, die Mitgliedschaft in einem Sportverein kann ebenso bei einem echten Teamplayer wie einem Einzelkämpfer vorliegen. Mut zur Lücke kann sich bei exotischen Hobbys also ebenso lohnen wie bei berufsfremden Praktika oder Ausbildungen.

Fragebögen - die Zukunft im Personalwesen?

Schon heute haben sich bei Großunternehmen in den Vereinigten Staaten Fragebögen etabliert, die eine mehr oder weniger starke Eignung des Bewerbers prägnant analysieren soll. Auch wenn bei solchen Befragungen die eigene Persönlichkeit ein wenig auf der Strecke bleiben mag, wird eines deutlich: Anhand einfacher und klarer Informationen kann das Interesse an einem Bewerber gesteigert werden.

Selbst wenn die US-amerikanische Praxis aktuell in Deutschland noch eine Seltenheit darstellt - prägnante und übersichtliche Informationen lassen sich auch in einem klassischen Bewerbungsschreiben geben. Und genau dies sollte die Aufgabe eines Bewerbers sein, wenn der Traumjob in Aussicht steht.

Redaktionelle Beratung:  http://www.dvinci.de/erecruitment/


 

(FN)

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