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Bierfass

Wie ein Bierfass entsteht

Die Herstellung eines Bierfasses kann Jahre in Anspruch nehmen. Allerdings nimmt das Trocknen des Eichenholzes dabei den weitaus größten Teil der Zeit ein.

Für jeden Zentimeter, den das Holz dick ist, muss es ein Jahr trocknen. Die üblicherweise verwendeten Dauben sind drei bis vier Zentimeter dick.

Einer der ersten Arbeitsschritte des Schäfflers (Fassbauers) ist das einheitliche Stutzen der Dauben. Sie werden in Form gefräst (oben und unten dünner als in der Mitte), ehe sie gekocht und danach gebogen werden. So können die einzelnen Teile zu dem markanten bauchigen Rumpf zusammengesteckt werden, der mit mehreren Stahlreifen zusammengehalten wird. Leim kommt dabei nicht zum Einsatz.

Der Rumpf wird dann von innen und außen mit Hobel und Schmirgelpapier geglättet. Unterdessen werden die beiden Böden zusammengedübelt und in Form gebracht. Beim Einsetzen in den  Rumpf werden sie mit Schilf abgedichtet. Außerdem werden in die Öffnungen zum Befüllen, für den Anstich und für die Luftzufuhr Gewinde
geschraubt.

Es folgt der Vorgang des "Pichens" bei dem durch eine der Öffnungen flüssiges, 160 Grad heißes Baumharz ins Fassinnere gespritzt wird. Dadurch entsteht eine leicht zu reinigende Oberfläche. Zum Schluss erhält das Fass noch einen Einbrand mit dem Logo der Brauerei, die das Fass bestellt hat, und einen roten Anstrich am Kopf.

Bevor die Brauerei das Bier abfüllen kann, müssen die Fässer noch gewässert werden, damit das Holz quillt. Danach kann auch die Kohlensäure nicht mehr aus dem Fass entweichen.

(ddp)


 


 

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