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Missbrauch

Bistum setzt Leitlinie um - Freiburger Juristin als unabhängige Ansprechpartnerin

Die Freiburger Strafverteidigerin Angelika Musella wird ab Januar als unabhängige externe Ansprechpartnerin für Ratsuchende zum Thema sexueller Missbrauch im Bistum Freiburg tätig sein.

 Das Bistum folge damit den überarbeiteten Leitlinien zum Thema Missbrauch, wonach der Ansprechpartner einer Diözese nicht der Bistumsleitung angehören soll. Seit 2002 hatte der Freiburger Domkapitular Eugen Maier diese Position ausgefüllt. Seit damals hatten sich beim Missbrauchsbeauftragten laut Bistumsangaben rund 140 Personen mit Hinweisen auf sexuellen Missbrauch durch Priester und kirchliche Mitarbeiter gemeldet. Etwa 30 Fälle bezogen sich auf Heime. Die meisten Übergriffe lagen Jahrzehnte zurück. „Das Erzbistum hat sehr viel in Vorbeugung investiert. Wir müssen alles tun, damit die Seelsorge ein sicherer Ort für Kinder und Jugendliche ist“, so Maiers Resümee.

Idealbesetzung für das Amt im Bistum

Angelika Musella ist seit 1986 als Anwältin tätig. Für Generalvikar Fridolin Keck ist sie eine Idealbesetzung für das Amt der Ansprechperson im Bistum: „Sie vereint das notwendige Fingerspitzengefühl im sorgsamen Umgang mit den Betroffenen und die genaue Recherche und sorgfältige Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen.“ Die Juristin war vor ihrer Zeit als Anwältin bei einem großen Schweizer Lebensmitteldiscounter tätig und ist in Freiburg auch als Vorstand der Fördergesellschaft der Klinik für Tumorbiologie ehrenamtlich tätig.

(Ralf Deckert)


 


 

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