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Mobilfunkfrequenzen erfolgreich unter dem Hammer

Besonders begehrt waren die Frequenzen aus der so genannten Digitalen Dividende. Sie sind durch die Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks frei geworden und eignen sich besonders gut für eine Versorgung dünn besiedelter Regionen mit Breitband-Internet. In diesem Frequenzbereich waren die Unternehmen Deutsche Telekom, Telefónica, o2 und Vodafone mit ihren Geboten erfolgreich.

Somit rückt die flächendeckende Versorgung für ganz Deutschlands mit schnellen mobilen Internet-Zugängen einen großen Schritt näher. Ersteigert wurden jeweils zwei Frequenz-Blöcke in diesem Bereich. „Die Gebote zeigen, wie groß der Bedarf an neuen Frequenzen unterhalb von einem Gigahertz ist. Nur mit diesen Frequenzen ist eine schnelle und effiziente Versorgung ländlicher Regionen möglich“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.

Die jetzt erfolgreichen Netzbetreiber hatten bereits im Vorfeld zugesagt, die unversorgten Regionen vorrangig auszubauen. Die Bundesnetzagentur hat zudem strenge Ausbauverpflichtungen erlassen. In Deutschland gibt es noch rund 700 Kommunen, in denen Breitband für die Mehrzahl der Haushalte nur über Satellit verfügbar ist. Die Digitale Dividende ist in vielen Gegenden die einzige tragfähige Möglichkeit für eine Breitband-Versorgung. „Deutschland ist internationaler Vorreiter bei der Nutzung der Digitalen Dividende“, so Scheer.

Die Bundesregierung hat sich mit ihrer Breitband-Strategie klare, ehrgeizige Ziele gesetzt: Ende dieses Jahres soll für jeden deutschen Haushalt ein Internet-Zugang mit mindestens einem Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen. Derzeit ist das nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums bei über 96 Prozent der Haushalte der Fall. Ob die vollständige Versorgung bis zum Jahresende trotz der Verzögerungen im Vergabeverfahren noch erreicht werden kann, hängt entscheidend vom weiteren Verlauf der Vergabe und der Lizenzerteilung ab. Mit der Frequenzauktion wird die Basis für die Mobilfunknetze der nächsten Generation gelegt. Diese neuen, so Netze, ermöglichen mobile Internet-Geschwindigkeiten von 100 Megabit pro Sekunde.

Derzeit besitzen rund 64 Prozent aller deutschen Haushalte einen schnellen Internet-Zugang per Festnetz. Bis Ende des Jahres sollen es 68 Prozent werden. Ende 2009 entfielen 22,4 Millionen Breitband-Anschlüsse auf DSL, gut 2,3 Millionen auf TV-Kabel und rund 0,3 Millionen auf andere Technologien wie Glasfaser oder Satellit. Zum Festnetz kommen die Nutzer von mobilem Breitband. Zum Jahreswechsel gab es rund 24 Millionen UMTS-Anschlüsse in Deutschland, ein Anstieg um mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach einer aktuellen BITKOM-Umfrage geht bereits jeder fünfte Internet-Nutzer mit mobilen Computern wie Laptops oder Netbooks online, jeder zehnte mit dem Handy. „Mit der Versteigerung wird der Ausbau der mobilen Breitbandnetze einen Sprung machen – sowohl in der Fläche als auch in der Übertragungskapazität“, sagte BITKOM-Präsident Scheer.

Auch der Datenverkehr in den Mobilfunknetzen steigt rasant an. Die drahtlos übertragene Datenmenge hat sich im vergangenen Jahr auf 40 Millionen Gigabyte nahezu vervierfacht. „Nur mit neuen Frequenzen ist der Ausbau zu schaffen. Andernfalls gibt es bald wieder weiße Flecken – und zwar bei der mobilen Internetversorgung“, so Scheer.

(Redaktion)


 


 

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