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Google geht jetzt eigene Wege in der Browser-Entwicklung

Dicke Schlappe für Apple: wie jetzt bekannt wurde, hat sich Google aus dem gemeinsam entwickelten Browser-Engine-Projekt WebKit verabschiedet und will zudem auch noch mit "Blink" eigene Wege gehen. Zeitgleich fängt das Unternehmen schon mal fleißig an, zu politisieren. Mit Erfolg!

Google verspricht sich durch diesen Schritt vor allem schnellere Innovation. Seitens Opera, das erst vor kurzem zu WebKit gewechselt war, gibt es bereits die Bestätigung, dass die Nummer fünf auf dem Browser-Markt mit Google mitzieht.

Kurz zuvor hatte Mozilla bekannt gegeben, dass es einen neuen Partner für die Arbeit an seiner bislang experimentellen neuen Engine Servo gewonnen hat. Apples größter Smartphone-Rivale Samsung arbeitet demnach mit den Firefox-Machern insbesondere daran, die besonders auf Multicore-Architekturen ausgelegte Engine auch für ARM-Prozessoren und speziell Android umzusetzen.

Besser durch getrennte Wege

Seit einigen Jahren haben die großen Konkurrenten Google und Apple im Hintergrund bei der Browser-Engine WebKit kooperiert, die somit sowohl Safari als auch Chrome zugrunde liegt. Google zufolge war die Abspaltung von WebKit eine schwere, aber letztlich notwendige Entscheidung. Chromium - das Open-Source-Projekt hinter Chrome - nutze eine von anderen WebKit-Browsern verschiedene Multi-Prozess-Architektur, was die Projekte im Laufe der zeit sehr komplex gemacht habe, so Google-Entwickler Adam Barth. Die Abspaltung von Blink soll Innovationen begünstigen und so letztlich dem offenen Web helfen.

Mit der Blink-Abspaltung wächst jedenfalls die Konkurrenz im Bereich Browser-Engines wieder, nachdem Opera erst im Februar die hauseigene Engine Presto zugunsten von WebKit aufgegeben hat. Die Norweger vollziehen auch gleich einen erneuten Wechsel. "Unser Ziel ist, Operas Browser-Expertise in Blink einfließen zu lassen, von der Umsetzung neuer Webstandards bis zu Verbesserungen an bestehendem Code", so Lars Erik Bolstad, Opera VP of Core Technologies. Opera-Mitarbeiter Bruce Lawson gibt in seinem Blog an, dass Blink mehr Geschwindigkeit für Browser bedeuten sollte.

Mozilla holt Samsung an Bord

Um die Vielfalt im Web sei es nie besser bestellt gewesen und ebenso nicht um die Interoperabilität, so Lawson. Damit begrüßt der Opera-Entwickler auch die Ankündigung, dass Mozilla und Samsung an Servo zusammenarbeiten. Zwar sind Servo und die der Engine zugrunde liegende Programmiersprache Rust noch jung und es gibt noch keine konkreten Pläne für eine Integration in Browser - da das Projekt aber speziell auf Hardware von morgen und Prozessoren mit vielen Rechenkernen ausgelegt ist, könnte Servo langfristig eine sehr gewichtige Rolle spielen.

Es scheint wahrscheinlich, dass eben dieser Fokus auf Multicore-Chips für Samsung attraktiv ist - immerhin hat der Konzern mit dem Galaxy S4 das erste Android-Smartphone angekündigt, bei dem zumindest in einem Teil der Modelle ein Achtkern-Prozessor zum Einsatz kommt. Mozilla wiederum hat sich einen starken Partner an Bord geholt, gerade für die Umsetzung von Servo und der zugrunde liegenden Programmiersprache Rust für ARM-Prozessoren. Hier ist hochwertige Arbeit besonders wichtig, da Smartphones und Tablets klassischen Computern zunehmend den Rang ablaufen.

Quelle: Pressetext.com

(Redaktion)


 


 

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