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BMW International Open 2010

Newcomer David Horsey gewinnt die BMW International Open 2010

Der Engländer David Horsey gewinnt völlig überraschend in seiner erst zweiten Saison auf der European Tour, die BMW International Open 2010 mit 18 unter Par. Alexander Cejka landet auf Platz Drei.

Überraschend ging sie zu Ende, die 22.BMW International Open.
Für den 25-Jährigen aus dem englischen Stockport war es der erste Triumph überhaupt auf der European Tour. „Das ist unglaublich“, sagte David Horsey (188.der Weltrangliste), nachdem er den Siegerscheck über 333.330 Euro entgegen genommen hatte. „Nach den Ergebnissen der ersten Tage dachte ich, dass man mindestens noch um drei, vier Schläge besser spielen müsste, um gewinnen zu können.“ Mit einem wahren Sieg habe er in seinen wildesten Träumen nicht gerechnet. Horsey überwand damit auch seine Erfahrung von der BMW Italian Open, wo er Anfang Mai seine Siegchance durch einen Bogey am letzten Loch vergeben hatte. Heute behielt er die Nerven. Er beendete seine Runde von 67 Schlägen mit einem Birdie und ist mit einem Gesamtscore von 270 Schlägen der Sieger der BMW International Open 2010.

Dramatisches Finale

Drei Tage lang führte der Waliser Bradley Dredge souverän. Mit 2 unter Par war Dredge auf die letzten Neun gegangen, ehe ihm auf den Löchern zehn, zwölf und 14 je ein Bogey unterlief. Sein Waterloo erlebte er dann auf dem kurzen Par-4-Loch 16, als er seinen Abschlag beinahe ins Wasser setzte und nach weiteren missglückten Schlägen schließlich einen Doppel-Bogey kassierte.

Vor der Schlussrunde wurde Dredge der Spanier Pablo Larrazabal gefährlich, der sogar kurzzeitig führte. Auf den letzten Bahnen zog dann der Engländer David Horsey mit 17 unter Par gleich. Zwei Bahnen vor Schluss scheiterten letztendlich erst Larrazabal, dann Dredge. Und da freute sich der Dritte: 12.800 Zuschauer wurden an diesem Sonntag Zeuge, wie David Horsey den ersten Platz bei der BMW International Open 2010 belegte.

Mit 271 Schlägen wurde der Engländer Ross Fischer Zweitplatzierter. Zu verdanken hatte er es seinem Eagle auf der Bahn 18. Den dritten Platz teilten sich mit 272 Schlägen fünf Golfspieler: Dredge, Larrazabal, der Spanier Rafael Cabrera-Bello, der Engländer Kenneth Ferrie und auch der Deutsche Alex Cejka, der vor einer Woche bei den US Open Platz Acht belegte. Obwohl er sich am letzten Tag mit einer exzellenten Runde von fünf unter Par vom fünfzehnten noch auf den dritten Platz vorgeschoben hatte, konnte der 39-Jährige auch im zwölften Versuch die BMW International Open 2010 nicht gewinnen. 2003 war er schon einmal Zweiter in Eichenried. Immerhin war er bei diesem Turnier mit dem dritten Platz der beste Deutsche.

„Wir haben spektakuläre Schläge und großen Golfsport gesehen“, bilanzierte Turnierpräsident Karsten Engel, Leiter Vertrieb der BMW Deutschland Group.

Ein Turnier der Außenseiter

Die insgesamt 51.500 Fans der vergangenen Turnierwoche erlebten ein Turnier der Außenseiter. Mit Ausnahme von Ross Fischer (36. der Weltrangliste), fand sich in der Spitzengruppe nach drei Tagen im Golf Club München Eichenried kein einziger Spieler, den die Branchenhackordnung unter den Top 100 führt. Stars wie Ernie Els aus Südafrika, oder der Spanier Sergio García scheiterten am Halbzeitcut. Und auch Martin Kaymer konnte sich den Traum von seinem zweiten Heimsieg bei der BMW International Open nach 2008 nicht erfüllen. Mit zwei 69er Runden am Wochenende stagnierte er auf Platz 21 und beendete das Turnier mit 277 Schlägen und 11 unter Par. Er habe in den letzten Tagen gut gespielt, aber nicht so gut scoren können. „Es lief insgesamt nicht so zusammen wie erhofft“, sagte der Düsseldorfer. Da bleibt zu hoffen, dass es in den kommenden Wochen in Paris, Loch Lomond und St. Andrews besser zusammenläuft. Denn dann wird es in Sachen RyderCup äußerst spannend für den Weltranglistenelften.
Bernhard Langer und Marcel Siem beendeten das Turnier mit 283 Schlägen auf dem geteilten 61. Rang mit 5 unter Par total.

Das Dornröschenloch

Für einen ersten Höhepunkt des Tages sorgte am Sonntag der Franzose Jean-Francois Lucquin. Ihm gelang seit 2001 das erste Hole-in-one an Bahn 17., das er aus 168 Metern mit einem Eisen sechs direkt einlochte. Es gilt als das „Dornröschenloch“ unter den Mitgliedern des GC Eichenried und wird nur einmal im Jahr bei der BMW International Open gespielt. Beim Turnier selber landete Lucquin zwar nur auf dem 72. Platz, doch durch das seltene Kunststück, das ihm am Sonntag gelang, ist er der wahre Held des Tages. Er wurde mit einer BMW 535i Limousine im Wert von rund 80.000 Euro belohnt.

Kaymers Fußball-Fauxpas

Wie angekündigt endete die BMW International Open 2010 am Sonntag bereits um 15.45 Uhr, nachdem es eine Stunde früher gestartet wurde. Fußballfans hatten dadurch Zeit, sich den WM-Klassiker Deutschland gegen England anzusehen. Dass das Herz des 2008-Siegers Kaymer neben Golf auch für Fußball schlägt, bewies der 25-Jährige bei der letzten Bahn. Da trat er im Trikot der deutschen Nationalmannschaft auf und erhielt prompt eine Verwarnung vom Schiedsrichter.

(Nurcan Özdemir)


 


 

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