Sie sind hier: Startseite München Marketing
Weitere Artikel
Corporate Branding

Das neue Corporate Design Online

Seit soziale Netzwerke so beliebt sind, bilden Unternehmen in den Köpfen der Menschen ihre Identität mit allem was sie tun – und vor allem wie sie es tun und wie sie dabei wirken. Das hat natürlich auch starke Auswirkungen auf die formalen Aspekte der Corporate Identity.

Bisher beschränkte sich die Corporate Identity auf feststehende, funktionierende Faktoren als inhaltliche Basis zur Identitätsbildung. Ein wesentliches Ziel effektiver Unternehmenskommunikation dabei ist das Aufbauen von Vertrauen - durch konsistentes, vor allem formal konsequentes Auftreten in allen Medien.

Nun müssen wir uns der Frage stellen, wie die sozialen Netzwerke diese Auffassung von Corporate Identity verändern.

Diese Änderungen betreffen vor allem das Corporate Design als ein formales Element der Identity. Ich definiere die daraus entstehende Grundlinie als Corporate Design Online, welches weit über das klassische Corporate Design hinaus geht, weil es funktionale und wahrnehmungspsychologische Aspekte der neuen Medien bedienen muss.

Doch was macht nun den Unterschied?

Beim klassischen Corporate Design wurde zum Beispiel - neben anderen Gestaltungselementen - großen Wert auf die Hausschrift gelegt, die in den Community-Plattformen als Gestaltungselement komplett entfällt. Die Hausschrift wird für die anderen Medien weiterhin wesentlich bleiben, aber für die Online-Medien, die Netzwerke, eben nicht. Dafür wird in den Communities dem Logo + der Farbe + dem Keyvisual eine wesentlichere Rolle zukommen, als bisher. Die Online-Medien und die Menschen/ User/ Freunde sind vor allem stark visuell gelenkt sind und nach bekannten Erkennungpunkten suchen, die sie in Schriftelementen so nicht mehr finden können.

Hausschriften kann man zwar mittlerweile auf den eigenen Websites einbinden oder teilweise auch in Facebook-Seiten via iFrame-Technologie, bei Weitem aber nicht in allen Profilen der Netzwerk-Plattformen. Daher muss hier eine andere ganzheitliche Lösung getroffen werden.

LOGO | KEYVISUAL

Die Rolle des exklusiven Wiedererkennungs-Element des Corporate Design in den sozialen Medien übernimmt nun das Firmenlogo - oder ein Keyvisual. Jedoch gilt es auch hier besondere Anforderungen zu beachten:

Viele herkömmliche Logos sind jedoch querformatig, meist komplett horizontal angelegt. Sie bestehen aus einer Wort- oder Bildmarke, erweitert um einen Claim.

Neuerdings werden die kommunikativen Anforderungen an Signets und Logos etwas komplexer, denn in den meisten Netzwerken sind die Flächen für Profilbilder bzw. der Platz für das Logo quadratisch und recht klein. 

Bei Facebook etwa hat man in der linken Spalte eine quadratische bis hochformatige Fläche zur Verfügung, die passend zur formalen Unternehmensidentität gestaltet werden kann. Hier ist der Platz für das Logo oder Keyvisual und hier entnimmt das System auch einen Ausschnitt für das Miniatur-Profilbild. Daher muss das wichtigste Wiedererkennungs-Element auch im oberen Bereich platziert sein und für ein quadratisches, 50 x 50 Pixel großes Profilbild (welches bei Kommentaren auf 32 x 32 Pixel skaliert wird) auf der Pinnwand geeignet sein.

Bei der Neugestaltung von Logos sollte man Wert auf diese Bedingungen legen. Moderne Logos funktionieren besser wenn sie in ein Quadrat passen. Falls das bei Ihrem Logo nicht der Fall sein sollte und das ein Problem darstellt, können Sie Ihr Logo überarbeiten oder ein Keyvisual statt dessen in Erwägung ziehen. Ein Keyvisual ist ein Motiv mit hohem Wiedererkennungswert und schnell erfassbarem, zieltreffendem Inhalt.

So helfen Sie dem User, Ihr Unternehmen auf den ersten Blick zu identifizieren und Verbindungen ziehen zu können.

FARBE

Bei der Auswahl von Unternehmensfarben, zum Beispiel für das Logo, ist es eine Überlegung wert moderne und kräftige Farben zu wählen anstatt klassische Grau-/ Blau- und Rottöne. Ein weiterer Vorteil dabei: Auch in Suchergebnis-Listen treten die Profilbilder als wesentliches Erkennungsmerkmal Ihres Unternehmens in den Vordergrund und besonders hier muss man auffallen um Aufmerksamkeit zu erhalten. 

Achten Sie doch einmal darauf: Die meisten Profilbilder in Listen sind grau und selten mit einer auf den ersten Blick anziehenden Aussage gefüllt. Würden Sie diese anklicken wollen?

Diese Regel gilt übrigens auch für Portraitbilder. Hier ist ein angenehmer Farbklecks doch viel auffälliger und lädt zum Klicken ein. Solch ein Farbklecks, kann eine dezente aber farbige Hintergrundfläche sein oder auch ein Accessoire wie ein Schal. Achten Sie daher bei Ihrem nächsten Portrait-Shooting unbedingt darauf, wie Sie damit online wirken wollen.

Alle diese Maßnahmen bedeuten natürlich einen zeitlichen Einsatz und eine eingehende Beschäftigung mit der Materie. Jedoch lohnt sich dieses Engagement unbedingt. Nur so können Sie die nötige Aufmerksamkeit und Klickrate erzielen. Und die brauchen Sie um dann auch um Kunden anzuziehen und schon durch Ihren Online-Auftritt von sich zu überzeugen. 

Daher beachten Sie: Neue Medien bedeuten immer neue Zielvorgaben – auch für das Corporate Design!

Im nächsten Artikel lesen Sie: Corporate Branding und Kommunikation in den Social Media: Brauchen wir ein Facebook-Profil? Wir haben doch eine Website! Wo liegt der Vorteil?

(Ulrike Thiel)


 


 

Corporate Branding
soziale Netzwerke
Corporate Identity
Unternehmenskommunikation
Hausschrift
Logo
Farbe

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Corporate Branding" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: