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Bayern bei der Breitbandversorgung auf Platz zehn

Bayern liegt bei der Versorgung mit Breitbandinternet im bundesweiten Vergleich auf Rang zehn.

Aus dem am Montag in Berlin veröffentlichten "Breitbandatlas" der Bundeswirtschaftsministeriums geht hervor, dass Ende vergangenen Jahres 97 Prozent der Haushalte im Freistaat über einen Breitbandanschluss mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 1 Mbit/Sekunde verfügten. Im Sommer 2010 waren es 96,4 Prozent.

Demnach sind mehr als 150.000 bayerische Haushalte ohne derartige Breitbandversorgung. Unter den alten Bundesländern hat lediglich Rheinland-Pfalz mit 96,9 Prozent eine geringere Abdeckung. Die verbliebenen Lücken klaffen im Freistaat vor allem im ländlichen Raum, etwa im Altmühltal oder im Bayerischen Wald. Ziel der Staatsregierung ist eine flächendeckende Grundversorgung.

Zeil: Bayern befindet sich in einer Aufholjagd

Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) relativierte in einer ersten Stellungnahme die veröffentlichten Daten. So gebe es rund 700 Förderprojekte, die sich bereits im Bau befänden oder im "Breitbandatlas" noch nicht erfasst worden seien. Da erst seit der Regierungsbeteiligung der FDP der Ausbau massiv gefördert werde, könne Bayern "noch nicht in der Spitzengruppe liegen". "Wir befinden uns mitten in einer Aufholjagd", sagte der Minister.

Die Sprecherin für Fragen des Ländlichen Raums der SPD-Landtagsfraktion, Annette Karl, kritisierte die Bemühungen der schwarz-gelben Koalition hingegen als "nicht ausreichend". "Zwar sind insgesamt Verbesserungen festzustellen, in den ländlichen Gebieten haben wir aber nicht die Fortschritte die wir brauchen", sagte sie. Karl warnte vor einer Verschärfung der "digitalen Spaltung" des Landes

Auch der für den Breitbandausbau zuständige Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Oberbayern, Stefan Wimbauer, konstatierte eine positive Entwicklung. Er forderte aber zugleich eine Forcierung des Ausbaus des Datennetzes für hohe Bandbreiten. In diesem für Gewerbetreibende wichtigen Bereich liege Bayern teils deutlich hinter anderen Bundesländern zurück.

Der vom Bundeswirtschaftsministerium herausgegebene "Breitbandatlas" beruht auf einer Erhebung des TÜV Rheinland. Er soll künftig halbjährlich herausgegeben werden und Auskunft über die Verfügbarkeit von Breitbandinternetverbindungen in Deutschland geben.

(dapd-bay)


 


 

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