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Insolventer Fahrzeugvermieter

Budget-Insolvenz: Auch Konkurrenz ist an dem Autovermieter interessiert

Neuigkeiten bei dem seit Anfang Mai insolventen Fahrzeugvermieter Budget Deutschland: Es gibt mehrere Interessenten für eine Übernahme, Gespräche laufen. Das sagt Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz aus Neu-Ulm.

Was für Kunden wichtig ist: Der Betrieb läuft weiter, auf www.budget.de und in den Niederlassungen können wie bisher Fahrzeuge gemietet werden.

Den aktuellen Umsatz bezeichnet Geiwitz als "in Ordnung", will aber keine Zahlen sagen. Dies jedoch in anderen Bereichen: 5000 Autos und 770 Lkw seien in der Flotte. Zu Jahresbeginn war allerdings noch von 5600 Autos und 900 Lkw die Rede. Auch die Zahl der aktuellen Mitarbeiter und Stationen liegt nun niedriger: 620 an 134 Standorten sind es laut Rechtsanwalt Arndt Geiwitz – am 1. Januar waren es noch 650 Angestellte und rund 150 Standorte.

"Ob Standorte geschlossen werden müssen, kann man noch nicht sagen", betont der Insolvenzverwalter. Gleiches gelte für mögliche Entlassungen. Er verweist auf die laufenden Gespräche, die er mit Interessenten führt – wer und wie viele dies sind, wollte er nicht sagen. Jedoch: "Es sind auch Konkurrenten dabei." Etwa Sixt? Nachfrage von www.suedbaden.business-on.de beim deutschen Marktführer, ob Interesse an Budget besteht. Antwort bis heute: Schweigen. Also kein "Nein".

Ende Juli läuft das Insolvenzgeld aus, dann können in ähnlichen Fällen meist keine Löhne mehr gezahlt werden. Rechtsanwalt Arndt Geiwitz hat also noch zwei Monate Zeit für eine Lösung. Eine Rolle könnte dabei Robert Straub spielen: Der bisherige Mehrheitseigentümer und Geschäftsführer kann sich laut "Schwäbische Zeitung" vorstellen, Budget nach der Insolvenz weiterzuführen. "Wir haben eine positive Fortführungsprognose bekommen", sagte Straub dem Blatt. Falls er den Zuschlag bekommt, wird er jedoch mit den Folgen der Wirtschaftskrise zu kämpfen haben: Weniger Vermietungen.

Hintergrund: Im Herbst 2007 wurde ein Joint Venture der Budget Car and Van Rental ALAG Auto-Mobil AG & Co. KG und der Autovermietung Robert Straub GmbH beschlossen. Damit hatte die Marke Budget ihr Stationsnetz nahezu verdreifacht und gehört derzeit zu den größten Autovermietern auf dem deutschen Markt. In das Joint Venture hatte die Autovermietung Robert Straub GmbH 90 Stationen, vorwiegend im süddeutschen Raum, eingebracht, die ALAG AG 50 Budgetstationen an den Flughäfen und in Ballungszentren sowie die Lizenzrechte für die Marke Budget. 2008 hatte Budget Deutschland rund 150 Millionen Euro Umsatz. Der Firmensitz ist in Biberach in Baden-Württemberg.

Derzeit ist Budget International mit 250.000 Fahrzeugen an über 3200 Stationen in 120 Ländern der drittgrößte Autovermieter weltweit. Budget International gehört seit August 2002 zur Cendant Corporation mit Sitz in New York, dem weltweit größten Hotelketten- und Reisekonzern. Die Geschichte des Budget-Gründers Morris Mirkin begann 1958 mit zehn Autos in einer Garage in Los Angeles.

(Redaktion)


 


 

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